Leute-Kolumne Papis Loveday: "Ziemlich freaky!"

Gern für einen Scherz zu haben: Supermodel Papis Loveday mit LEUTE-Kolumnistin Kimberly Hoppe Foto: API/Michael Malfer

Er ist das bestbezahlte schwarze Männermodel der Welt und wohnt jetzt hier: Papis Loveday spricht in der AZ über sein Glamour-Leben.

Vor acht Jahren zog er von Senegals Hauptstadt Dakar nach Paris und trainierte für die Leichtathletik-WM im 400-Meter-Lauf. Statt einer Medaille holte Papis Loveday (28), der wirklich so heißt, den Weltruhm.

Vom Training landeten Fotos bei der Mode-Firma Benetton, die ihn sofort buchte. Es folgten Armani, Cavalli, Etro, Gucci und so ziemlich alle anderen Catwalk-Firmen. Heute zählt Papis zu den best bezahlten schwarzen Männermodels der Welt.

Was kaum jemand weiß: Seit vier Monaten lebt das Supermodel in München. Mit der AZ traf er sich im Louis Hotel, um über sein Glamour-Leben zu sprechen.

AZ: Herr Loveday, wie lebt es sich als Supermodel?

PAPIS LOVEDAY: Klingt verrückt, aber ich selbst fand mich noch nie schön. Dafür liebte ich schon immer den Glamour. Ich kam schon glamourös auf die Welt. Kleidete mich selbst als Kind immer verrückter, auffälliger als die anderen. Die Model-Karriere – wo ständig jemand zu mir sagt: „Du hast so tolle Haut! Du bist so Alek Wek (weibliches, schwarzes Supermodel, Anm. d. Red.) ! Was bist du wunderschön!” – ist für mich wie Therapie.

Warum finden Sie sich selbst nicht schön?

Keine Ahnung, ist einfach so. Wenn ich heute in den Spiegel schaue, finde ich mich nicht hübsch. Deshalb ist es alles schon verrückt. Gerade noch ist man noch normal, dann, von einem Tag zum anderen, liebt dich plötzlich jeder. Ziemlich freaky. Und es gibt Punkte, wo ich mir dachte, wenn mich jetzt ein Designer ablehnt, bring ich mich um. Im Ernst – man muss auf dem Boden bleiben, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Nehmen deshalb so viele Models Drogen?

Mag sein. Wer Drogen nehmen mag, kann das tun. Ich will niemanden verurteilen, aber mein Ding ist es nicht.

Gerade spricht die Modewelt über Skandal-Designer John Galliano und seine „Ich liebe Hitler”-Äußerung. . .

. . . ich kenne und mag ihn seit sieben Jahren. Schauen Sie mich an, als echter Rassist würde er doch niemals mit mir arbeiten.

Wer hält Sie auf dem Boden?

Meine Familie. Mein Vater hat drei Frauen, insgesamt habe ich 25 Geschwister. Dazu meine Freunde.

Ist München die Glamour-Hauptstadt?

Absolut! Berlin hat null Glamour. Hier ist alles so schick, fein, stylisch. München ist die einzige Stadt, in der ich nicht auf der Straße auf den Boden mit der Zigarette asche, weil alles so sauber ist. Ich liebe Schweinebraten und Jägermeister, es gibt viele tolle Bars und Clubs hier. Und jeder ist irre freundlich zu mir. Ich vermeide lediglich Restaurants, in denen nur Paare sind.

Weil Sie mit Ihrem Single-Dasein unglücklich sind?

Wenn ich nur verliebte Paare sehe, schon. Momentan wäre eine Beziehung unmöglich. Aber irgendwann heirate ich eine schwarze Frau. 

 

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