Der FC Bayern weilt der derzeit auf Promo-Tour in den USA. Mit dabei ist auch Rückkehrer Renato Sanches. Der Portugiese zeigte zuletzt gute Leistungen – ergreift er seine zweite (und letzte) Chance bei den Bayern?

Philadelphia - Als Renato Sanches mit seinem kleinen Kunstwerk fertig ist, faltet er es fein säuberlich zusammen und nimmt es mit aus dem Raum. Ja, tatsächlich: Der Portugiese hat während der Interviewrunde im Teamhotel des FC Bayern in Philadelphia ein Bild gemalt. Eine Krone war auf dem Papier zu erkennen, dazu weitere, nicht genau definierbare Kreise und Striche. Warum er das macht? Sanches lacht. "Es wäre mir neu, dass es ein Talent von mir ist", sagt er. "Es beruhigt mich einfach."

Ganz ruhig wird Sanches wohl nie rüberkommen, wie könnte das auch möglich sein, bei all der Energie, Power und Unberechenbarkeit, die dieser 20-Jährige in sich trägt. Aber Sanches wirkt inzwischen gelassener, selbstsicherer als bei seinem ersten Versuch in München in der Saison 2016/17. "Ich bin deutlich reifer", sagt er selbst. (Hier geht's zum FCB-Newsblog live aus den USA)

Sanches ging mit Swansea City unter

Nach einem enttäuschenden Jahr unter Carlo Ancelotti und einer noch schlimmeren Saison bei Leihklub Swansea City spielt Sanches bislang eine überzeugende Vorbereitung. "Ich habe ein durchweg positives Gefühl", sagt Sanches, das gelte auch für die Zusammenarbeit mit Niko Kovac, der "alles für den Verein" gebe: "Also will ich das auch tun."

Im Test gegen Paris Saint-Germain gelang Sanches ein sehr schönes Freistoßtor, Kovac lobte Sanches‘ Leistung, und Arjen Robben sagte: "Im Moment ist es sehr gut. Hoffentlich macht er so weiter." Das hofft auch die Vereinsspitze um Uli Hoeneß. Schließlich kostete Sanches bei seinem Wechsel von Benfica 2016 35 Millionen Euro Ablöse. Auf dem Flug nach Philadelphia, verriet Sanches, habe Hoeneß das Gespräch mit ihm gesucht. "Hoeneß hat gesagt, dass er viel von mir erwartet. Und ich will dem Verein dieses Vertrauen auch zurückzahlen, ich will mich durchsetzen."

In Zukunft gern auch mit Kunstwerken auf dem Platz.

Lesen Sie hier: Das ist die To-do-Liste von Trainer Kovac