Leserbeitrag aus der Maxvorstadt "Studenten randalieren im Viertel"

Das Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität. Foto: Anita Euler

AZ-Leserin Anita Euler hat früher selbst studiert und Parties gefeiert, schreibt sie. Aber die Rücksichtslosigkeit mancher Studenten stört sie.

 

Maxvorstadt -  Es ist unbeschreiblich, wie rücksichtslos und berechenbar die Studenten teilweise nach alkoholreichen durchgefeierten Nächten sich verhalten.

Da werden Bepflanzungen aus den Behältern gerissen, Mülleimer auf die Straßen geleert, Zeitunskästen aus den Verankerungen gerissen und der Inhalt über Fuß- und Radlwege verteilt.

Wein-oder Bierflaschen werden in parkende Autos durch die Scheiben geworfen, Motoroller, Fahrräder, ja sogar Motorräder auf die Straßen geworfen oder Autospiegel abgebrochen und Zierleisten abgerissen.

Dass die meisten Anwohner zur arbeitenden Bevölkerung gehören, die morgens um sieben Uhr fit sein müssen, also einigermaßen ruhigen Schlaf nötig haben, scheint an der Studentenwelt von heute und speziell hier in der Maxvorstadt auch vorübergegangen zu sein.

Da wird laut gröhlend diurch die Straßen getobt oder in Studentenwohnheimen bei offenen Fenstern bis in die Morgenstunden gegröhlt und lautstark Party gemacht.

Die Anwohner stehen dieser Entwicklung machtlos gegenüber, denn man kann nicht permanent die Poilzei anrufen, die dem Ganzen auch mehr oder weniger machtlos gegenüber steht.

Was ich nicht verstehe, dass es gerade die Studenten sind, die diesem Vandalismus so exzessiv frönen, denn man sollte doch denken, dass halbwegs intelligente Leute (und zum heutigen Abitur und Studium benötigt man eine Portion Verstand) sich so benehmen können oder müssen?

Manchmal wünscht man sich die Zeit der amerikanischen Prohibition, vielleicht würde dann die Beschaulichkeit und die Freundlichkeit der Maxvorstadt gerettet werden. Schade um die Maxvorstadt.

 

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