Leserbeitrag aus der Isarvorstadt "The Seven: Ungeschminkt, kaltherzig, übergriffig"

Wie ein Schlachtschiff dominiert der Komplex "The Seven" die Müllerstraße. Foto: tg

"Jeden Tag wieder komme ich vorbei und achte sehr genau auf mögliche Anzeichen einer positiven Veränderung", schreibt AZ-Leser Rolf Jähnig über den Luxusturm "The Seven".

 

Isarvorstadt - Der Quadratmeterpreis für das Leben in der Müllerstraße 7 soll doch extravagant hoch sein. Seien wir gespannt, wie extravagant sich das Blech-Plastik-Konstrukt, welches im Moment die Straße penetriert, entpuppen wird, zu einem schönen Gebilde in Anmut und Schönheit, welches dann die Straße durch seine Zier bereichern wird.

Immer noch stellt sich die Frage, wann die Fassade an das Haus kommt. Im Moment ungeschminkt, kaltherzig, übergriffig zeigt sich das Bild der Müllerstraße 5 bis 7, oder ist es ein Sinnbild für das Leben ohne Geldsorgen?

Bunt könnte es sein oder einfach optisch durch seine Form ansprechend. Einfach ein Beispiel dafür, wie Geld gepaart mit gesunden Menschenverstand die Gesellschaft bereichern kann.

In der Stadt mehren sich Fassaden, die auf ihre Entpuppung warten. Bei so viel monetären Mitteln im Spiel könnte man hoffen, dass auch Geschmack oder gar Schönheit mit einher geht oder einfach kreiert wird. Ein Traum, ein Frühlingstraum?

Die Frage bleibt: Wann kommt die Fassade in die Müllerstraße? Da hoffen wir doch noch auf eine gute Kaschierung. Der ungeschminkte Blick aufs Geld ist in dieser Form ungesund für die Seele.

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