Leichtathletik Harting sagt seinen Start beim Berliner ISTAF ab

Nach der WM-Teilnahme sagte Robert Harting am Mittwoch auch sein geplantes Comeback beim ISTAF am 6. September in Berlin ab. Foto: dpa

Die Chancen lagen bei 50:50, jetzt steht fest: Diskus-Ass Robert Harting verzichtet auf das angekündigte Comeback beim ISTAF in Berlin. Er könne nicht riskieren, dass sein Knie wieder Schaden erleide.

 

Berlin - Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat nach der Leichtathletik-WM auch seine Teilnahme beim ISTAF am Sonntag in Berlin abgesagt.

Der dreifache Weltmeister will wegen der bevorstehenden Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro nicht riskieren, dass sein Knie wieder Schaden erleide. Seine Technik sei weiter nicht sicher.

"Daraus ergibt sich eine Verletzungsgefahr, die ich im Hinblick auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr nicht eingehen möchte", sagte Harting in einer Mitteilung des Veranstalters am Mittwoch.

Der Lokalmatador hatte sich im vergangenen September das gerissene Kreuzband operieren lassen müssen. "Mein Trainer Torsten Schmidt und ich haben auch die Trainingsplanung verändert. Am Sonntag werde ich beim ISTAF sein und mir schweren Herzens den Wettkampf im Diskuswurf anschauen", sagte der 30-Jährige.

Bei dem Meeting sollte er auch gegen seinen jüngeren Bruder Christoph antreten, der vergangene Woche bei der WM-Achter geworden war. Deutschlands "Sportler des Jahres" hatte kurz vor der WM erklärt, dass er nicht in Peking antreten werde und sich weitgehend auf die Olympia-Vorbereitung konzentrieren müsse.

"Ich müsste da ein Risiko eingehen, das ich nicht eingehen kann. Wenn ich mir nochmal das Kreuzband reiße, könnte ich 2016 in Rio nicht starten." Zu diesem Zeitpunkt hatte er allerdings noch davon gesprochen, zum Saisonende noch den einen oder anderen Wettkampf bestreiten zu wollen.

So hat auch das ISTAF seit Wochen mit dem Auftritt geworben - auch das Duell der Harting-Brüder Christoph und Robert fällt damit ins Wasser

"Für Robert tut es mir unglaublich leid, dass er nicht dabei sein kann. Dafür wird er hoffentlich im nächsten Jahr als Olympiasieger aus Rio zurückkehren und hier werfen", sagte Meeting-Direktor Martin Seeber der "BZ".

 

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