Leibniz-Ring Maria Furtwänglers Auszeichnung vor Verleihung gestohlen

Furtwängler sollte den Ehrenring am kommenden Montag wegen ihres Kampfes gegen Gewalt gegen Kinder erhalten. Foto: Oliver Bodmer

Ein echter Krimi um eine Auszeichnung für "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm: Ein goldener Ring, den Schauspielerin Maria Furtwängler am Montag in Hannover erhalten soll, ist mit 16 anderen gestohlen worden. Kann die Polizei den Fall rechtzeitig lösen?

 

Hannover - Es klingt fast wie ein Kriminalfall, den Maria Furtwängler als "Tatort"-Ermittlerin Charlotte Lindholm lösen könnte: Wenige Tage vor ihrer Auszeichnung mit dem Leibniz-Ring des Presse Clubs Hannover ist das Schmuckstück bei einem Einbruch gestohlen worden. Außerdem seien 16 weitere Goldringe entwendet worden, die Goldschmiede für den Ringwettbewerb zu der Auszeichnung eingereicht hatten, teilten Polizei und Presseclub am Donnerstag mit. Die als "Tatort"-Kommissarin aus Hannover bekannte Furtwängler (50) erhält den seit 1997 verliehenen Ehrenring am kommenden Montag vor allem wegen ihres Einsatzes dafür, Gewalt gegen Kinder zu bekämpfen.

Wie aber soll das gehen, wenn der Ring bis dahin nicht wieder aufgetaucht ist? "Frau Lindholm hat 90 Minuten Zeit, einen Fall zu lösen, die hannoversche Polizei nun ganze vier Tage", sagte der Vorsitzende des Presseclubs, Jürgen Köster.

Außerdem seien 5000 Euro Belohnung ausgesetzt worden, um die Einbrecher in das Büro des Presse Clubs zu finden. "Wenn der Ring bis Montag nicht da ist, haben wir einen attraktiven Ersatz", kündigte Köster für den Fall an, dass die Ermittler deutlich länger als im Fernsehkrimi für die Aufklärung brauchen. Die gestohlenen Ringe seien unverkäuflich, da es Unikate sind. Zum Gesamtwert der Beute gab es keine Angaben.

In einer Reihe mit Peter Maffay  und Rita Süssmuth

Mit dem Ehrenring zeichnet der Presse Club Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich aus Sicht des Vereins durch herausragende Leistungen ausgezeichnet haben. Für die Gestaltung des Rings erfolgt jedes Jahr ein bundesweiter Wettbewerb unter Goldschmieden. Die Bewerber müssen dabei einer Jury ihren Vorschlag als echtes Schmuckstück einreichen, bloße Gestaltungspläne wie etwa Zeichnungen reichen nicht aus.

2015 erhielt Peter Maffay die Auszeichnung. Weitere Preisträger waren Rita Süssmuth (2014), der Thomanerchor Leipzig (2012) sowie Regisseur Sönke Wortmann (2006). Die Auszeichnung ist nach dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz benannt, der Ende des 17. Jahrhunderts in Hannover wirkte.

 

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