Legende des FC Bayern Sepp Maier: "Sehe in Kahn den jungen Uli Hoeneß"

Arbeiten zusammen beim FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft: Oliver Kahn (l.) und Sepp Maier Foto: dpa/Andreas Gebert

Wäre Oliver Kahn einer für einen Führungsposten beim FC Bayern? Geht es nach seinem langjährigen Begleiter Sepp Maier, dann ja! Er sehe in ihm den jungen Uli Hoeneß, sagt der ehemalige Torhüter.

München - "Ich kann Ihnen versichern, dass der Name Oliver Kahn in unseren Überlegungen eine Rolle spielt", sagte Uli Hoeneß am vergangenen Freitag auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern und bestätigte damit die Gerüchte um eine Rückkehr des "Titans" zum deutschen Rekordmeister.

Sepp Maier, selbst zwischen 1962 und 1979 beim Rekordmeister aktiv, würde eine Rückkehr Kahns zu den Münchnern begrüßen. "Oliver Kahn wäre prädestiniert für einen Führungsposten beim FC Bayern", sagte Maier gegenüber der "SportBild" und führt weiter aus: "Oliver bringt alles mit, was es für so eine Aufgabe braucht: Fachwissen, Ehrgeiz und Zuverlässigkeit. Zudem steht er wie wenige andere für den FC Bayern." (Lesen Sie auch: Hoeneß wittert Kampagne gegen sich)

Maier: Kahn "bräuchte keine Einarbeitungszeit"

Maier muss es wissen: Er begleitete Kahn insgesamt 14 Jahre seiner Karriere als Torwarttrainer bei den Münchnern und elf Jahre in der deutschen Nationalmannschaft, noch heute pflegen beide ein freundschaftliches Verhältnis. "Ich sehe in Kahn den jungen Uli Hoeneß", meint er gar. Wie der heutige Bayern-Präsident habe sich auch Kahn bereits während seiner Zeit als Spieler mit der geschäftlichen Seite des Fußballs beschäftigt. Nach seinem Karriereende vor zehn Jahren absolvierte der Vize-Weltmeister von 2002 ein Wirtschaftsstudium in Salzburg und sammelte durch die Gründung seines Unternehmens "Goalplay" Erfahrung im Management-Bereich.

Profilieren müsse sich Kahn aufgrund seiner Erfahrung und Reputation ohnehin nicht mehr, meint Maier: "Olli bräuchte aus meiner Sicht daher auch keine Einarbeitungszeit, muss sich im Klub nirgendwo vorstellen. Jeder weiß, wer er ist und was er kann."

Die Causa Kahn bleibt beim Rekordmeister weiter spannend, noch müssen sich die Fans allerdings gedulden. "Das ist kein Thema für heute und morgen, aber für die nächsten sechs bis zwölf Monate", gab Hoeneß bei der JHV weiter zu verstehen. Kahn komme allerdings erst dann infrage, wenn Karl-Heinz Rummenigge seinen Posten als Vorstandsvorsitzender aufgebe. "Bis dahin werden wir uns in Ruhe gedulden und ihn warmhalten."

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