Leere Züge aus Ungarn Flüchtlinge in München: Entspannung am Mittwoch

Die Lage am Hauptbahnhof ist am Mittwochmorgen deutlich entspannter als gestern. Die Bilder. Foto: Daniel von Loeper

Die erneute Sperrung des Ostbahnhofs in Budapest verschafft dem Münchner Hauptbahnhof eine Verschnaufpause: Nach dem Flüchtlingsansturm am Dienstag hat sich die Lage am Mittwoch wieder beruhigt.

 

München - Nach dem Flüchtlingsansturm am Dienstag, bei dem 2400 neue Asylbewerber am Hauptbahnhof angekommen sind, hat sich die Lage heute deutlich entspannt. Den ganzen Mittwoch über wurden in ganz Bayern nur rund 500 neue Flüchtlinge registriert. In der Bahnhofshalle in München schlugen nur vereinzelt Asylbewerber auf.

Seitdem die ungarischen Behörden den Ostbahnhof in Budapest für die Flüchtlinge erneut gesperrt hatten, kommen in München wieder weitgehend leere Züge aus Österreich und Ungarn an. Tausende Flüchtlinge harren derzeit in Budapest aus und werden dort an der Weiterreise nach Deutschland gehindert.

Für den Fall, dass der Bahnhof in der ungarischen Hauptstadt im Laufe des Tages doch wieder geöffnet worden wäre, hatte die Bundespolizei Beamte vor Ort. Sobald sich der erste Zug in Bewegung gesetzt hätte, wären die Kollegen in München informiert worden. Dann wären ca. sechs Stunden Zeit gewesen, um sich auf eine erneute Flüchtlingswelle vorzubereiten.

Die Flüchtlinge wurden am Dienstag in Bussen in ganz Bayern verteilt. Mehrere hundert wurden zudem per Zug nach Baden-Württemberg und Hessen weitergeschickt. Am Mittwoch kam auch Thüringen dem bayerischen Ruf nach Unterstützung nach: Per Bus würden Asylsuchende aus München abgeholt, teilte der dortige Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) mit. Die Rede war von etwa 50 bis 60 Menschen.

Am 1. September 2015 erreichten an nur einem Tag mehr als 2.000 Flüchtlinge den Münchner Hauptbahnhof. Hier sind die Impressionen vom Tag im Video:

 

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