"Lebenslinien" im BR Kabarettstar und Parodist: Helmut Schleich im Filmporträt

Helmut Schleich wird 2015 mit dem bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet. Foto: dpa

Helmut Schleich ist einer der scharfzüngigsten und besten Kabarettisten Bayerns. Diese Woche läuft die 50. Folge seiner Sendung "SchleichFernsehen" im BR, dazu geht es in der neuesten "Lebenslinien"-Ausgabe auch um den 51-Jährigen.

Er ist einer der Parade-Parodisten: Helmut Schleich. Am Montagabend, 11. Februar (22 Uhr), läuft im BR die Lebenslinie "Helmut Schleich – Alle meine Lieben." Und es gibt allen Grund, den Meister des Typenkabaretts mit der Kamera zu begleiten.

Egal ob Bayern- und Bundespolitik: Helmut Schleich schaut den Akteuren stets ganz genau auf die Finger. Besonders bekannt ist Schleich für seine Rolle als Franz Josef Strauß – der gerne mal den eigenen CSU-Nachfolgern die Leviten liest.

Helmut Schleich: Aus Schongau nach München-Schwabing

Aufgewachsen ist Helmut Schleich in Schongau. Seine Großmutter zieht den Kleinen groß, weil seine Mutter bei der Geburt noch nicht volljährig ist. Als Schleich sechs Jahre alt ist, stirbt seine Großmutter völlig unerwartet – für den Buben damals eine einschneidende Erfahrung.

Seine Mutter zieht anschließend mit ihm nach München-Schwabing. Die Stadt also, die ihn nicht mehr loslassen wird und über die er im Rahmen des 70. Geburtstags der AZ sagt: "München war immer eine Hure". Heute lebt Schleich zusammen mit seiner Lebensgefährtin Martina und ihren drei Kindern am Hohenzollernplatz.

Schleichs Talent für die Parodie wird früh sichtbar

Schon früh merkt der heute 51-Jährige, dass er ein Talent zur Imitation hat. Mitschüler und Lehrer sind seine ersten Parodie-Rollen. 1983 gründet Helmut Schleich dann zusammen mit dem heute ebenfalls bekannten Kabarettisten Christian Springer und dem Journalisten Andreas Rüttenauer eine eigene kleine Kabarettgruppe ("Fernrohr"). Mit seinen beiden Mitstreitern spielt und schreibt Schleich bis 1997 zehn Bühnenprogramme, über 1.000 Auftritte absolviert der Schongauer.

1997 gründet er mit Gabi Rothmüller, Michael Altinger, Andreas Giebel, Alexander Liegl, und Manfred Kempinger die "Occams" als Haustruppe vom Münchner Lustspielhaus. Es folgen acht gemeinsame Programme.

Seit 1998 tritt Helmut Schleich als Solo-Künstler auf und wird mit Auftritten unter anderem bei "Ottis Schlachthof" (BR) oder "Neues aus der Anstalt" (ZDF) auch überregional bekannt. Seine Paraderollen neben Franz Josef Strauß: Papst Benedikt XVI. und Sigmund Gottlieb (alias Traugott Sieglieb). Vielen BR-Zuschauern ist er außerdem auch wegen seiner Auftritte beim Singspiel auf dem Nockherberg bekannt.

50. Folge "SchleichFernsehen" im Bayerischen Rundfunk

Im BR bekommt er schließlich seine eigene Sendung, das "SchleichFernsehen". An diesem Donnerstag (14. Februar) läuft die 50. Jubiläumsfolge, in der es auch einen Rückblick auf seine besten und originellsten Parodien geben wird.

Dr. Reinhard Scolik, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks hierzu: "'SchleichFernsehen' hat Witz und ist vor allem auch geistreich. Helmut Schleich zeichnet die Lust an der Parodie, der feine Humor, die genaue Beobachtung seiner Figuren aus – nicht selten erschrickt man geradezu vor deren treffender Charakterisierung. Herzlichen Glückwunsch an ihn und sein Team zu diesem Jubiläum: 'SchleichFernsehen' ist seit 50 Folgen eine echte Marke im BR Fernsehen."

Lesen Sie hier: Helmut Schleich über Hanitzsch und moralische Trennlinien

 

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