Lawinenunglück in Südtirol "Kein Sinn mehr" für Suche nach verschüttetem Münchner

Zwei Hundeführer und ein Lawinensuchhund demonstrieren auf der Alpspitze bei Garmisch-Partenkirchen während einer Übung die Suche von Lawinen-Verschütteten (Symbolbild) Foto: Lennart Preiss, dapd

Nach dem tödlichen Lawinenunglück in Südtirol ist die Suche nach dem noch vermissten 32-Jährigen aus München am Mittwochabend eingestellt worden.

 

München, Bozen - „Es hat keinen Sinn mehr“, sagte der Ortsstellenleiter der Bergrettung Sulden, Olaf Reinstadler, am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Seit Anfang der Woche war mit Sonden nach dem Verschütteten gesucht worden. Zuletzt war aber auch schon nicht mehr damit gerechnet worden, den Mann noch lebend zu bergen.

Die vier Skitourengeher waren am Ostermontag bei ihrer Abfahrt unterhalb der Vorderen Schöntaufspitze im Vinschgau von der Lawine überrollt worden. Drei der Verschütteten wurden sofort tot geborgen, nach dem vierten wurde tagelang gesucht.

Reinstadler sagte, es sei inzwischen sicher, dass nicht die Skitourengeher selbst die Lawine auslösten. Es seien Spuren entdeckt worden, die auf andere Verursacher hindeuteten. Die Staatsanwaltschaft ermittle. Allerdings sei es sehr unwahrscheinlich, dass der oder die Verantwortlichen anhand der Spuren im Schnee aufgespürt werden könnten.

 

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