Landtagswahl: Prognose und Hochrechnung Wahl in Bayern: CSU regiert wieder alleine

König Horst kann sich auf die Krönung freuen: Nach ersten Prognosen gaben die Wähler seiner CSU die absolute Mehrheit.

München -  Es wird die Krönung für König Horst: Nach ersten Prognosen legte die CSU bei der Landtagswahl am Sonntag ordentlich zu und erreichte mindestens 47 Prozent der Stimmen – das bedeutet die absolute Mehrheit der Sitze.

Bitter könnte der Wahlausgang für die FDP werden: Die Liberalen müssen nach fünf Jahren zittern und könnten rausfliegen aus dem Maximilianeum. Manche Institute sehen sie bei vier Prozent, andere bei über fünf.

Die letzte Hochrechnung der ARD (22.49 Uhr) sieht die CSU bei 48,7 Prozent, die SPD bei 20,5 Prozent. Die FDP bekommt nur 3,2 Prozent und ist draußen aus dem Landtag. Die Grünen sind knapp Dritte mit 8,6 Prozent - 0,1 Prozentpunkte vor den Freien Wählern. Die Linke erhält 2,1 Prozent, die Piraten 1,9.

Im ZDF sieht es nur leicht anders aus: Auch hier liegt die CSU um 23 Uhr bei 48,4 Prozent, die SPD bei 20,5. Freie Wähler liegen mit 8,4 Prozent vor den Grünen, die nur auf 8,4 Prozent kommen. Auch hier bekommt die FDP nur 3,2 Prozent.

Die fast 49 Prozent reichen der CSU für die absolute Mehrheit der Sitze im Landtag. Von den voraussichtlich 180 Mandaten holt die CSU 102 Sitze. Die SPD bekommt 43 Sitze, die Freien Wähler und Grünen bekommen je 18 Sitze

Die CSU hat damit mehr als fünf  Prozentpunkte dazugewonnen - vor allem bei den Nichtwählern. Die SPD hatte vor fünf Jahren, im September 2008, mit 18,6 Prozent noch ihr historisch schlechtestes Ergebnis in Bayern eingefahren.

Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CSU einen beispiellosen Absturz hingelegt: Von über 60 Prozent auf nur noch 43,4 Prozent. Erstmals seit 50 Jahren musste sie eine Koalitionsregierung bilden mit der starken FDP, die damals 8 Prozent der Stimmen geholt hatte.

Diese Wahl ist die erste, bei der sich Seehofer zur Wiederwahl stellt. Nach dem Wahl-Debakel im Jahr 2008 war er zu Beginn der neuen Legislaturperiode auf den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Günther Beckstein gefolgt.

Die vorläufig errechnete Wahlbeteiligung liegt mit mehr als 64 Prozent fünf Prozentpunkte höher als 2008. In den Wahllokalen der Städte war der Zulauf leicht besser. Weil außerdem mehr Wähler Briefwahl gemacht haben, sei insgesamt ein besseres Ergebnis zu erwarten, so die Wahlämter. Offensichtlich hat die CSU vor allem bei den Nichtwählern zugelegt.

Die aktuellen Ergebnisse und die Auszählung im Münchner KVR können Sie im Liveticker der Abendzeitung lesen.

 

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