Landtagswahl In München großer Andrang in Wahllokalen

Der SPD-Spitzenkandidat Christian Ude bei der Wahl in Schwabing. Foto: Marc Müller/dpa

Auch ein sichtbar gut gelaunter OB Christian Ude (SPD) musste warten, bis er in die Wahlkabine durfte.

München - Zum Beginn der Landtagswahl zeigen sich die Münchner wahlfreudiger als der Rest Bayerns. Während bayernweit ein "eher verhaltener Andrang" gemeldet wurde, gingen in München bis 14 Uhr schon 55 Prozent an die Wahlurnen (inklusive der sehr hohen Zahl an Briefwählern). Das teilt das Wahlamt der Stadt mit. Zum Vergleich: Zur gleichen Zeit  waren es zur Landtagswahl 2008  erst 47,6 Prozent, zur Bundestagswahl 2009 allerdings 64,9 Prozent. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung am Ende bayernweit bei 57,9 Prozent.

In München standen viele Wähler Schlange, denn das Wählen war mit den fünf Stimmzetteln sehr aufwändig. Die Leute brauchten in der Wahlkabine länger also sonst.

Genau wie OB Christian Ude. Auch er musste warten, ehe er wählen konnte. Ein großer Pulk von Journalisten und Kamerateams begleitete den Spitzenkandidaten der SPD, als er um 11 Uhr am Elisabethmarkt in Schwabing zur Wahl ging. "Das kunstgerechte Zusammenfalten der großen Bögen ist schon schwierig", meinte er lachend.

Hofft der Münchner OB auf den Sieg - als großer Außenseiter? "Ich bin nicht der Favorit, aber von jedem Fußballspiel weiß man, dass der Favorit nicht gewinnen muss, sondern auch verlieren kann."

Vor dem Wahllokal traf er Margarete Bause, die Spitzenkandidatin der Grünen. Wie Ude wohnt sie in Schwabing und ebenfalls am Elisabethmarkt wählen musste. Mit einem herzlichen "Hallo" begrüßten sich die Beiden.

Danach ging Ude mit der ganzen Familie ins Seehaus zm Essen. "Das hat nach Wahlkämpfen bei uns gute Tradition", erzählt Ude. 

Die Wahllokale schließen um 18 Uhr. Mit einem vorläufigen Endergebnis für die Wahl in München wird nicht vor 22.30 Uhr gerechnet.

 

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