Landtagswahl 2018 Bayern haben klare Präferenz für CSU-Koalitionspartner

Müssen vielleicht ab Oktober zusammenarbeiten: Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Markus Söder (CSU). Foto: dpa

Die absolute Mehrheit der CSU bei der Landtagswahl scheint in weiter Ferne. Die Bayern haben aber eine klare Präferenz, mit wem die CSU im Fall der Fälle koalieren sollte.

München - Nur noch rund 36 Prozent bekam die CSU bei der letzten repräsentativen Umfrage. Die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl am 14. Oktober scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Die Christsozialen müssen sich also vermutlich einen Koalitionspartner suchen - und da haben die Bayern eine klare Vorstellung, welche Partei das sein soll.

23% bevorzugen die Freien Wähler, 21% die Grünen, 17% die SPD und 13% die AfD. 22% verteilten sich auf andere Parteien. Das hat eine Umfrage des Instituts GMS im Auftrag von "Sat.1 Bayern" ergeben.

Noch klarer wird die Sache bei den CSU-Anhängern. Sie lehnen eine Schwarz-Grüne Koalition in Bayern ab - nur 10% wollen die Partei als Koalitionspartner. 27% bevorzugen die Freien Wähler, 19% die FDP. 14% der CSU-Anhänger hätten gerne die SPD als Partner. Interessant: Auch hier haben die "sonstigen Parteien" eine starke Zustimmung von 25%.

Landespolitik bleibt das Steckenpferd der CSU

In der Landespolitik hat die CSU weiter einen deutlichen Kompetenzvorsprung. Auf die Frage: "Welche Partei bzw. welche Parteien sind Ihrer Meinung nach am ehesten in der Lage, die wichtigsten in Bayern anstehenden politischen Probleme und Aufgaben zu lösen? (Mehrfachnennungen möglich!)" entschieden sich 45% für die CSU, 19% für die SPD, 15% für die Grünen, 11% für die AfD und 11% für die Freien Wähler. Die FDP kommt hier auf 6%.

Das zeigt sich auch beim Streitthema Familiengeld. 52% der Bayern unterstützen die Haltung der Staatsregierung im Streit mit der Bundesregierung. Markant: Von den SPD-Wählern sind sogar 60% für die Auszahlung, nur 35% dagegen.

Umfrage: Söder soll Ministerpräsident bleiben

Die Bayern sind ebenfalls dafür, dass Markus Söder - unabhängig vom Ausgang der Landtagswahl für die CSU - Ministerpräsident bleibt. Nur 39% sind gegen einen Verbleib des Franken an der Regierungsspitze, 57% dafür. Gleichzeitig finden die bayerischen Wahlberechtigten, dass zu viel über Bundespolitik gesprochen wird und zu wenig über die Probleme des Landes (58%).

CSU bleibt bei 36 Prozent in den Umfragen

Das Institut fragte zum Schluss ab, wie die Wähler entschieden, wäre am Sonntag Landtagswahl. Die CSU bleibt dabei bei den 36 Prozent der letzten Umfrage - und die Grünen werden zweitstärkste Kraft (36% CSU, 16% Grüne, 14% AfD, 12% SPD, 7% Freie Wähler, 6% FDP, 4% Linke und 5% Sonstige.)

Allerdings sind sich nur 37% der Bayern ihrer Wahlteilnahme und Wahlabsicht schon sicher - es könnte also durchaus noch spannend werden bis zum Wahlabend am 14. Oktober.


Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1006 Befragten im Befragungszeitraum 4. bis 10. September 2018.

 

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