Landgericht Passau Urteil: Schleuser müssen mehrere Jahre in Haft

, aktualisiert am 17.10.2017 - 12:37 Uhr
Die beiden Angeklagten im Gerichtssaal des Passauer Landgerichts. Foto: Armin Weigel/dpa

Sie haben mehr als 200 Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Deutschland geschleust. Am Dienstag endete der Prozess in Passau, die Angeklagten müssen für mehrere Jahre in Haft.

 

Passau - Für das Schleusen von insgesamt 223 Menschen sind am Dienstag zwei Männer vom Landgericht Passau zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Der 28 Jahre alte Hauptangeklagte muss für sechs Jahre und neun Monate ins Gefängnis, der ein Jahr jüngere Mitangeklagte für drei Jahre und drei Monate. Damit blieb das Gericht in seinem Urteil etwas unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger der beiden Rumänen hatten sich in ihren Plädoyers für maximal zweijährige Bewährungsstrafen ausgesprochen.

Das Duo hat dem Urteil zufolge bei mehreren Schleusungsfahrten insgesamt 223 Menschen aus Syrien und dem Irak über die sogenannte Balkanroute nach Deutschland gebracht und dabei etwa 90.000 Euro Umsatz gemacht. Die beiden Schleuser waren im August 2016 in Rumänien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden.

 

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