Länder äußern Bedenken Wirbel um Zeitumstellung: Wird sie doch nicht abgeschafft?

Am 28. Oktober 2018 werden in Europa erneut die Uhren umgestellt. (Symbolbild) Foto: Antti Aimo-Koivisto/Lehtikuva/dpa

Einer EU-weiten Online-Umfrage zufolge wollen viele Menschen die Abschaffung der Zeitumstellung. Laut Medienbericht äußern aber einige Länder Bedenken gegen den entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission.

 

Brüssel - Gut zwei Wochen vor einem möglicherweise richtungsweisenden Treffen der zuständigen EU-Minister zur Abschaffung der Zeitumstellung hat ein Bericht des Polit-Portals "Politico" für Wirbel gesorgt. Demnach gibt es Diplomaten zufolge aus einigen Ländern Bedenken gegen den entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission.

Die Brüsseler Behörde hatte vorgeschlagen, ab kommendem Jahr den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit abzuschaffen. Die Staaten sollten stattdessen selbst entscheiden können, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben wollten.

Abschaffung der Zeitumstellung: EU-Staaten und Europaparlament müssen zustimmen

Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen den Plänen jedoch mehrheitlich zustimmen, damit sie Realität werden können. In etlichen Hauptstädten laufen derzeit noch die Beratungen dazu. Am 29. und 30. Oktober treffen sich die für das Thema zuständigen EU-Verkehrsminister. Dort könnte sich ein klareres Meinungsbild ergeben.

Die EU-Kommission hatte die Pläne vorgelegt, nachdem Mitte August eine EU-weite Online-Umfrage ausgelaufen war, bei der sich 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung aussprachen. Die meisten votierten für eine dauerhafte Sommerzeit. 4,6 Millionen Antworten gingen bei der EU-Kommission ein - ein Rekord, aber immer noch weniger als ein Prozent der EU-Bürger. Allein drei Millionen Teilnehmer kamen aus Deutschland.

 

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