Kurz nach Geburt der Tochter Prozess am Landgericht: 31-Jähriger vergewaltigt Ehefrau

Vor Prozessbeginn: Ali T. verbarg sein Gesicht. Foto: jot

Prozess am Landgericht: Ein Mann soll seine Ehefrau vergewaltigt haben, der angeblich gewalttätige 31-Jährige bestreitet die Vorwürfe der Anklage.

 

München - Es dauerte nur zwei Tage, dann soll aus dem geliebten Ehemann ein Vergewaltiger geworden sein. Ali T. (31, Namen geändert) war seiner Layla nach München gefolgt. Gemeinsam mit ihrer neugeborenen Tochter sollte für die kleine Familie in Deutschland ein neues Leben beginnen.

Das Mädchen war erst kurz zuvor per Notkaiserschnitt vier Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt gekommen. Die Frau litt noch an den Folgen der schweren Geburt. Doch darauf nahm Ali T. laut Anklage keinerlei Rücksicht. Er wollte an diesem Abend Sex.

Seine Frau erklärte ihm, dass sie aus medizinischen Gründen nicht könne und auch nicht wolle. Sie habe noch ihren Wochenfluss. Aufgrund der Kaiserschnittnarbe habe sie zudem noch starke Schmerzen am Bauch. Doch das alles half nichts. Ali T. soll seine Frau in dieser Nacht im Oktober 2014 zwei Mal vergewaltigt haben. Kurz darauf begann Ali T. immer öfter, gewalttätig zu werden, sagen die Ankläger. Er habe seine Frau dabei auch immer wieder mit dem Messer bedroht. Der 31-Jährige habe ihr verboten, die Wohnung ohne seine Begleitung zu verlassen. Bei Zuwiderhandlungen gab es Schläge. Er soll die Frau manchmal gewürgt, bei einer Gelegenheit sogar mit dem Messer verletzt haben. Der Angeklagte bestreitet aber alle Vorwürfe.

Das Paar hatte sich bei Facebook kennengelernt und zunächst eine Fernbeziehung unterhalten. Im April 2014 heiratet die Münchnerin ihren Mann in der Türkei. Da war die Frau bereits schwanger gewesen.

 

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