Kurioses in der Maxvorstadt Des Rätsels Lösung...

Das stumme Fenstertheater ist in der Rottmanstraße für Passanten gut sichtbar im zweiten Stock installiert... Foto: ack

In einem abrissreifen Haus in der Rottmannstraße stehen unheimliche Gipsfiguren und starren grimmig auf die Straße. Was dahintersteckt...

Maxvorstadt - Lange hatten Passanten gerätselt, was es mit den Gipsfiguren in einem Abrisshaus in der Rottmanstraße, Ecke Schleißheimer Straße, auf sich haben könnte. Nun lüften die Künstler das Geheimnis.

Bei den weißen Figuren, die in unterschiedlichen Positionen aus den Fenstern des gelben Eckhauses schauen, handelt es sich um ein stummes Theater, basierend auf der Kurzgeschichte "Das Fenstertheater" der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aigner.

Die Protagonisten sind ein schelmischer alter Mann und eine besorgte Frau - er macht ihr durch das Fenster Avancen und präsentiert sich dazu spektakulär an den Fenstern seiner Wohnung.

Die Frau hingegen versteht die Botschaften des Mannes nicht und ruft die Polizei!

Die weiße "Leichentuch-Optik" der Plastiken symbolisiert dabei ganz bewusst das drohende Schicksal des Abrisshauses, das einem Neubau weichen soll.

Umgesetzt wurde das "Fenstertheater" von den Münchner Künstlern Max Blume, Kaspar Dettinger, Bruno Knychalla und Martin Reitenbach.

Passanten werden bei dem ungewöhnlichen Kunst-Stück zu Zuschauern, indem sie von Fenster zu Fenster laufen und die Gesten der Gipsfiguren deuten.

 

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