Kurioser Gerichtsprozess Schnee fällt auf Pkw: Autobesitzer verklagt die Stadt

Viel Schnee auf dem Auto kann teuer werden - etwa wenn der Schnee die Frontscheibe eindrückt. Foto: dpa

Ein Rentner will Geld, weil eine Dachlawine sein Auto erheblich beschädigt hat.

 

München/Neu-Ulm - Das Parken kam ihn teuer – genau 3421 Euro: An Neujahr 2015 stand der Fiat von Helmut Z. (55) an der Peter-Schöllhorn-Schule in Neu-Ulm, als eine Dachlawine abging, und auf das Auto krachte. Die Motorhaube war eingedrückt, das Dach eingedellt, die Frontscheibe hatte Risse. Pech, könnte man sagen. Ein Fehler der Stadt Neu-Ulm, fand der Frührentner – und klagte.

Sein Argument: Die Stadt, der das Schulgebäude gehört, hätte höhere Schneefanggitter und andere Sicherheitsvorkehrungen anbringen müssen.

Vor dem Landgericht war Z. mit diesen Argumenten bereits erstinstanzlich gescheitert. Gestern war die Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht in München. Der Hausmeister als Zeuge sagte aus, eine Dachlawine habe es vor dem Vorfall erst einmal gegeben – vor acht bis zehn Jahre bei plötzlichem Tauwetter. Das war an Neujahr nicht der Fall.

„Wäre es so gewesen, dass dort alle Nase lang eine Lawine abgeht, hätten wir verurteilt, so war es aber nicht“, so die Kammer. Helmut Z. zog die Berufung zurück.

 

0 Kommentare