Kunstprojekt der Kammerspiele „Shabbyshabby“-Apartment in Haidhausen abgebrannt - Brandstiftung?

Die "Yellow Submarine", Teil des Kunstprojekt um die "Shabbyshabby"-Apartments, ist am Dienstag abgebrannt. Foto: Polizei München

Eigentlich sollen sie die Münchner Innenstadt, geprägt durch Edelshops und teure Autos, auflockern - jetzt ist eines der 23 „Shabbyshabby“-Apartments abgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus!

 

München - Seit wenigen Tagen stehen die kleinen „Shabbyshabby“-Apartments der Kammerspiele in München. Eine der 23 "Billigwohnungen" ist bereits heuer nicht mehr bewohnbar - ein Feuer zerstörte das Kunstobjekt "Yellow Submarine".

In den Morgenstunden am heutigen Dienstag wurde die Polizei darüber informiert, dass auf der Praterinsel eine sechs Meter hohe Flamme zu sehen sei. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um das Kunstobjekt einer Glasgower Künstlergruppe, die an der Aktion "Verknappung von bezahlbarem Wohnraum in München", inszeniert von den Münchner Kammerspielen, mit einer aus 16 quietschgelben Badewannen in U-Boot-Form errichteten Wohnung teilnahm.

Die Feuerwehr konnte den totalen Abbrand des kleinen Apartments auf der Schwindinsel nicht verhindern. Die Schadenshöhe beträgt ca. 200 Euro. Die Polizei geht von einer Brandstiftung aus. Die Brandfahnder haben die Ermittlungen aufgenommen

Zeugenaufruf der Polizei

Wer hat heute Morgen im Bereich der Schwindinsel / Maximiliansbrücke Beobachtungen bei dem Kunstobjekt gemacht, welche mit dem Brand in Verbindung stehen könnten. Hinweise bitte an das Kommissariat 13 des Polizeipräsidiiums München unter der Rufnummer 089/2910-0.

Über die "Shabbyshabby"-Apartments

Seit dem 12. September stehen die 23 kleinen Wohnungen in der Münchner Innenstadt zwischen Luxus-SUVs und den Läden der Edelshoppingmeile in der Maximilianstraße. Genau dort will man mit den Schlafstätten, deren Materialwert auf 250 Euro beschränkt ist, die Stimmung etwas auflockern.

Zum Preis von 35 Euro pro Nacht (mit Frühstück) stellt die real-ironische Billigwohnraumaktion sicherlich kein Schnäppchen dar, sondern eher eine Provokation durch die Kultur-Elite. bis zum 13. Oktober stehen die kleinen Buden noch in München.

 

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