Kunst-Aufreger Darf man die Kanzlerin so darstellen?

Eine Merkel-Skulptur beim Verrichten der Notdurft. Foto: aom Österreich

Eine notdurftverrichtende Angela-Merkel-Skulptur im Graz sorgt für Diskussionen.

 

Nach den ersten Tumulten in Wien, die in tätlichen Auseinandersetzungen mündeten, ist die Skulptur von Alexander Nikolic und Michael Kalivoda mit dem Titel "European Citizenship" auch in
Graz zu sehen. Jetzt sitzt die Nachbildung der deutschen Kanzlerin im Botanischen Garten der Universität und verrichtet ihre Notdurft.

Im Gegensatz zum fäkalischen Thema geben sich Nikolic und Kalivoda in der Interpretation ihrer Arbeit ganz geisteswissenschaftlich. Die Künstler aus Graz und Wien sehen in Angela Merkel
eine "Globale politische Playerin".

"In Zeiten eines generellen Schwindens der Subjekte, dem Verlust einer politischen Sphäre, des Abgleitens millionenfachen Protestes in Unbedeutsamkeit, genauer gesagt dem Verlust politischer Subjekte im öffentlichen Raum, möchten wir die Protagonistinnen – politische Player in einer naturalistischen, realistischen Pose inszenieren. Wir möchten eine Vulgärisierung des Politischen und die Transparenz, welche uns durch Machtdiskurse wie Sicherheit und Freiheit aufgedrängt wird auch auf die bedeutendsten politischen Handlungsträgerinnen umlegen."

Zu sehen auf ist der Internationalen Skulpturen Biennale im Botanischen Garten Graz bis 21. September 2013. Ihr passender Titel: "Da ist was im Busch".

 

0 Kommentare