Kultur Eingesperrt im minimalistischen Raumkonzept

„Inner Child (Anne)“, das innere Kind, ist Teil von Charles Atlas’ Video-Installation „Three Portraits“, die zur Zeit im Kunstverein Nürnberg zu sehen ist. Foto: Sven Grundmann

NÜRNBERG - Der Kunstverein Albrecht Dürer Gesellschaft stellt Werke von „Atlas, Könnemann, Leisz, Parrino“ aus

 

Die Raucher ziehen hastig den blauen Dunst in ihre Lungen, eingesperrt in einem Glaskasten. Einerseits ist dies Realität an vielen Orten, ein Ritual – und andererseits Teil eines Videos der Künstlerin Nina Könnemann, das es nun im Kunstverein Nürnberg, Albrecht Dürer Gesellschaft, zu sehen gibt. In der heute startenden Quartetts-Ausstellung finden sich auch die beiden New Yorker Steven Parrino und Charles Atlas. Von letzerem stammt die Video-Installationen „Teach (Leigh)“, in dem der Performance-Künstler Leigh Bowery mit Kunstlippen einen Aretha Franklin-Song nachsingt. Parrino dagegen ist ein Zeichen-Punk: Eine blaue Lackfläche hat er noch vor dem Austrockenen zusammengestaucht. Das Ergebnis ist eine an das Barocke erinnerende Wellung der Leinwand.

Die Vierte, Anita Leisz, hat sich für eine weiße, minimalistische Installation mit drei Kuben entschieden, die mit den Räumen der Galerie korrespondieren – ein Ausstellungskonzept, das Wiener Kuratorin Anette Freudenberger immer wieder betont. Das aber nicht immer funktioniert. mm

Albrecht Dürer Gesellschaft, Kressengartenstr. 2, noch bis 26.September

 

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