Kult-Trainer des TSV Lorant grantelt gegen 1860: "Wieder mehr Deutsche ans Werk"

Findet klare und deutliche Worte zur Situation an der Grünwalder Straße: Kult-Trainer Werner Lorant. Foto: Frank Mächler/dpa

Natürlich äußert sich auch Obergrantler Werner Lorant zur aktuellen Lage bei den Löwen. Für ihn müsse der Verein wieder überwiegend aus deutschen Funktionären und Spielern bestehen.

 

München/Salzburg - Klub-Ikone und Kult-Trainer Werner Lorant hat für die noch ungewisse Zukunft von Zweitliga-Absteiger 1860 München klare Forderungen. "Es müssen wieder mehr Deutsche ans Werk. Der Trainer, der Sportdirektor und der Präsident müssen aus Deutschland sein. Und auch die Mannschaft muss wieder aus mehr einheimischen Spielern bestehen", sagte der 68-Jährige den Salzburger Nachrichten.

"Wahnsinn, dass englisch gesprochen wird"

Lorant, der aktuell den österreichischen Viertligisten Union Hallein trainiert, sieht trotz des bitteren Absturzes der Löwen weiterhin eine Anziehungskraft des Traditionsvereins. "Es gibt viele Trainer und Spieler, die mit dem Fahrrad nach München fahren würden, wenn sie für 1860 arbeiten dürften", meinte er.

Als entscheidend für den Niedergang bezeichnete Lorant die planlose Kader-Politik bei den Sechzigern unter Federführung von Geldgeber Hasan Ismaik: "Es kann nicht sein, dass man in der 2. Liga über 30 Spieler im Kader hat. Außerdem ist seit einigen Jahren keine Linie im Verein zu erkennen. Zudem wird 1860 München nur noch von Ausländern geführt. Es ist ein Wahnsinn, dass auf der Geschäftsstelle englisch gesprochen wird."

Der als "Werner Beinhart" betitelte Lorant war von 1992 bis 2001 als Trainer der Löwen tätig. Er führte den Klub damals aus der Drittklassigkeit zurück in die Bundesliga und scheiterte im Jahr 2000 erst in den Champions-League-Play-offs gegen Leeds United am Einzug in die Königsklasse.

 

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