Kritik an Wirtshauspolitik Nach Shitstorm: Stellungnahme des Hofbräukellers

Laut Geschäftsführer Friedrich Steinberg werde der Hofbräukeller auf Facebook sogar erpresst. Foto: imago/az

Nach dem Reservierungsverbot für Studentenverbindungen bricht ein Shitstorm über den Hofbräukeller und seinen Wirt los. Der hat jetzt eine offizielle Stellungnahme abgegeben.

 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

"In den letzten 2 Tagen mehren sich negative Kritiken über den Hofbräukeller in den Sozialen Netzwerken und Gastronomie-Bewertungsportalen.

Hintergrund dieser Negativkritiken sind Änderungen unserer Reservierungspolitik.

Wir hatten bedauerlicherweise in der Vergangenheit mit einzelnen, unterschiedlichen Studentenvereinigungen, die hier im Hofbräukeller Räume reserviert hatten, erhebliche Probleme. Diese reichten von der Bepöbelung unseres Personals und unserer Gäste, über die Beschädigung unseres Inventares bis hin zu lautstarkem Gesang rechtsradikaler Lieder.

Der Hofbräukeller ist und war immer ein traditionsbewusstes, weltoffenes und gastfreundliches Restaurant. Und das wird auch so bleiben!

Seit jeher bewirten wir Parteien, Verbindungen und Vereinigungen jeder Couleur, vorausgesetzt, sie gehören nicht den extremen Flügeln an.

Wir können aber, aus der Verantwortung gegenüber unserem Personal und unseren anderen Gästen heraus, ein solches Verhalten nicht akzeptieren.

Wir sind auch in Zukunft bemüht, auch aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre, studentische Vereinigungen im Vorfeld richtig einzuschätzen.

Es besteht sicher keine Veranlassung, Gäste, die ein ordentliches und angemessenes Verhalten an den Tag legen, nicht in unseren Gasträumen Willkommen zu heißen.

Auslöser des am 20.7. abends gestarteten Shitstorms auf den Hofbräukeller via Facebook und die Bewertungsportale Google+ und Yelp war die Absage einer Veranstaltungsanfrage einer Studentenverbindung am 20.7..

Ohne Rückfrage wurde die Absage wohl im Netz verbreitet und startete dadurch eine Hetzkampagne gegen den Hofbräukeller in allen relevanten Bewertungsportalen.

Inzwischen wird der Hofbräukeller auf Facebook sogar erpresst, die negativen Bewertungen würden erst aufhören, wenn wir unsere Reservierungspolitik wieder revidieren würden.

Wir stellen hiermit ausdrücklich klar, dass wir uns von jeglicher Art der Diskriminierung distanzieren und jeder nachwievor in unserem Hause willkommen ist.

Die Entscheidung der Reservierungen bezieht sich lediglich und ausschließlich auf die Vermietung von geschlossenen Veranstaltungsräumen, und hat mit dem restlichen Gastronomiebetrieb nichts gemein.

Ebenso dementieren wir dass im Internet kursierende Hausverbot gegen Studenten, dies ist eine Aussage die lediglich aus Gerüchten entsandt, und nicht zutrifft.

Auch der Vorwurf auf Facebook, wir würden Kommentare löschen, entspricht definitiv nicht der Wahrheit.

Wir freuen uns, Sie weiterhin in uns unserem Hause begrüßen zu dürfen.

Sonnige Grüße vom Wiener Platz

Friedrich Steinberg | Geschäftsleitung"

 

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