Verwirrung um Hoeneß-Aussagen BVB-Boss Watzke: "100 Prozent oder kein Hummels-Transfer"

, aktualisiert am 30.04.2016 - 18:47 Uhr
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: dpa

Mats Hummels und sein möglicher Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern - das war natürlich auch Thema vor den Bundesliga-Spielen am Samstag. BVB-Boss Watzke stellt seine Bedingungen - und übt Kritik an Uli Hoeneß.

 

Dortmund, München - "Wir sind mit den Bayern in Kontakt, das kann ich sagen. Ich gehe davon aus, dass es relativ schnell eine Klärung gibt." - Deutliche Worte von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Debatte über einen möglichen Transfer von Mats Hummels zum FC Bayern München. Watzke sagte vor dem Spiel des BVB gegen den VfL Wolfsburg auf sky: "Er (Hummels, Anm. d. Red.) hat ja nur einen Wunsch geäußert und nichts anderes. Ob dieser Wunsch dann realisiert wird, das werden wir dann mal schauen."

Man müsse auch akzeptieren, dass München die Heimatstadt von Mats Hummels ist, so Watzke weiter, der aber hinzufügte: "Nichtsdestotrotz hätten wir es natürlich lieber, dass er hier spielt. Die Chance, dass er hier spielt, ist nicht so klein, wie viele glauben. Aber sie ist auch nicht extrem groß."

Watzke: "Es gibt nur zwei Möglichkeiten"

Watzke bestätigte, dass Borussia Dortmund mit dem FC Bayern Gespräche führen werde. Und: "Ich habe da allerdings relativ klare Vorstellungen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Die Vorstellungen realisieren sich zu 100 Prozent oder es gibt keinen Transfer."

Gladbachs Trainer André Schubert meinte nach dem 1:1 in der Allianz Arena fast schon entschuldigend: „Wir wollten nichts zerstören, den Bayern keine Feier kaputt machen. Ich drücke Bayern fest die Daumen, dass sie alle ihrer Ziele erreichen können. Alles Gute!“ Eine nette Geste – doch nicht nur das Remis und die verschobene Meisterparty störte den Frieden bei Bayern an diesem super-super-Frühlingssamstag. Die Causa Mats Hummels sorgt intern für Verwirrung und Verstimmung.

Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte sich am Freitag ebenfalls zur Personalie Hummels geäußert: "Offensichtlich ist es im Falle von Mats so, dass es sein Wunsch ist, nach München zu kommen. Ich meine, wenn einer an die Tür klopft, dann wird der FC Bayern schlecht beraten sein, die Tür nicht aufzumachen." Watzke kommentierte das am Samstag mit den Worten: "Was da gestern aus München gekommen ist, das fand ich auch ein bisschen komisch. Es ist sicherlich eine schwierige Gemengelage aktuell. Ich fand es nicht gut. Mehr möchte ich dazu nicht sagen."

Rummenigge als Streitschlichter

Inzwischen hat sich Karl-Heinz Rummenigge in den Streit eingeschalten und schlichtet zwischen Watzke und Hoeneß. "Uli hat vielleicht was falsch verstanden", sagte er bei Sky über umstrittene Aussagen von Ex-Präsident Uli Hoeneß: "Angeklopft hat Bayern München, nicht Mats Hummels. Mats ist nicht offensiv auf uns zugegangen, wir haben gefragt, ob er sich einen Wechsel vorstellen könnte."

Rummenigge erklärte, er habe "mit Uli gesprochen, er hats verstanden. Er ist jetzt informiert und aufgeklärt". Das Verhältnis beider Vereine sei "sehr seriös", er sei optimistisch, "dass wir eine seriöse Lösung finden". Der BVB hatte am Donnerstags Hummels' Wechselwunsch zu den Bayern öffentlich gemacht.

Lesen Sie hier: Das sagt Ottmar Hitzfeld über einen möglichen Hummels-Transfer

Für den derzeit verletzten Bayern-Star Arjen Robben sind die Spekulationen um Mats Hummels kein Thema. Auf sky sagte Robben: "Darüber wird in der Mannschaft überhaupt nicht gesprochen im Moment. Wir haben noch so wichtige Ziele in dieser Saison. Das ist ein Thema für nach dem Urlaub."

 

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