Krisengespräche Syrien-Konflikt beherrscht Sicherheitskonferenz

Der Bürgerkrieg in Syrien wird das wichtigsteThema der Münchner Sicherheitskonferenz in der kommenden Woche sein.

 

Der Konflikt werde bei der dreitägigen Veranstaltung vom 12. bis 14. Februar eine "durchgehende Rolle" spielen, sagte Konferenzchef Wolfgang Ischinger am Freitag in München. Zu dem weltweit wichtigsten informellen Treffen zur Sicherheitspolitik kommen mehr als 30 Staats- und Regierungschefs sowie rund 60 Außen- und Verteidigungsminister.

Einen Tag vor der Sicherheitskonferenz ist in der bayerischen Hauptstadt eine Syrien-Verhandlungsrunde im sogenannten "Wiener Format" mit Vertretern aus fast 20 Staaten geplant. Sie soll die ausgesetzten Friedensgespräche in Genf wieder in Gang bringen. Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass auch die Außenminister Saudi-Arabiens und des Iran teilnehmen. Es wäre die erste Begegnung von Regierungsvertretern der beiden zerstrittenen Regionalmächte seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen Anfang Januar.

Russlands Präsident Wladimir Putin kommt zwar nicht zur Sicherheitskonferenz, dafür aber Regierungschef Dmitri Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko steht ebenso auf der Teilnehmerliste wie US-Außenminister John Kerry. Ein Treffen zur Ukraine-Krise soll es aber nicht geben. Dafür fehle die Zeit, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

 

0 Kommentare