Krimi gegen Düsseldorf Stimmen zum Löwen-Sieg: "Das muss der Anfang sein!"

Drei Tore in einem Spiel: Wann gab es das zuletzt bei den Löwen? Die Profis des TSV 1860 im Abstiegskrimi gegen Fortuna Düsseldorf. Foto: dpa

Die Löwen schaffen gegen Fortuna Düsseldorf den Sprung auf den Relegationsplatz. Was die Löwen zu dem Krimi sagen? Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.

 

München - Der sicher geglaubte Sieg war scheinbar wieder aus den Händen der Löwen gerissen worden, als Fortuna Düsseldorf zum 2:2 ausglich. Dann erzielte ausgerechnet Ex-Fortune Michael Liendl das 3:2 vom Punkt.

Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel!

Benno Möhlmann (TSV 1860): "Wir waren sehr gut im Spiel und hatten es in der ersten Halbzeit im Griff. Wir haben gewusst, dass es in der zweiten Halbzeit schwieriger wird. Ich bin überrascht worden, dass wir mit dem 2:0 in Führung gehen konnten. Wir haben uns dann zu passiv verhalten. Wir waren in der Gesamtheit zu passiv, haben die Zweikämpfe nicht mehr so gesucht. Es war eine Frage der Zeit, ehe ein oder zwei Gegentore fallen. Wir haben den berechtigten Elfmeter gut gebrauchen können. Ich glaube, dass wir das Spiel unter dem Strich verdient gewonnen haben."

Sascha Mölders (TSV 1860): "Es ist das Allerwichtigste, dass wir gewonnen haben. Da sind wir uns alle einig. Aber klar auch, ein Stürmer will immer Tore schießen. Es war mein erstes, darüber freue ich mich, aber mehr freue ich mich, dass wir gewonnen haben. Es war ein perfekter Ball von Maxi Wittek – er hat mit einem Ball das ganze Mittelfeld überbrückt. Ich denke, ich habe den Ball ganz gut reingelegt und dann laufe ich aus der Position aufs Tor und kann ihn mit dem linken Fuß in die lange Ecke schieben. Beim 2:2 ist jedem das gleiche durch den Kopf gegangen, denke ich: Jetzt müssen wir eben noch eins machen. Wir wussten: Ein 2:0 ist immer ein gefährliches Ergebnis. Düsseldorf hat Qualität, das wussten wir auch. Wenn die den Ansschlusstreffer machen, ist es eng. Wir wollen das Spiel aber unbedingt gewinnen, haben weitergemacht und waren am Ende der verdiente Sieger."

Kai Bülow: "Wir waren endlich mal erfolgreich, sodass wir den verrückten Nachmittag mit einem Grinsen beenden und nicht in der Kabine sitzen und uns fragen, warum wir nicht als Gewinner vom Platz gegangen sind. Das muss der Anfang sein. Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Dass wir nach den zwei Rückschlägen nochmal zurückgekommen sind, spricht für die Mannschaft. Wir haben den Rückstand auf Düsseldorf verkleinern können, was wir uns auch fest vorgenommen haben."

Michael Liendl (TSV 1860): "Ich habe vorher schon gesagt, dass es für mich ein besonderes Spiel ist. Dass es zum Schluss so ausging, mit dem Siegestor, ist für mich umso schöner. Aber viel, viel wichtiger ist es, dass wir die drei Punkte gemacht haben. Es ist sehr, sehr schön und wichtig. Man hat gemerkt: Wir haben gar nicht so recht gewusst, wie wir jubeln sollen, weil es schon so lange her ist. Die zwei Heimspiele waren immens wichtig für uns. Wir haben vier Punkte draus gemacht. Alles wunderbar, aber wir sind noch weit weg von unserem Ziel."

...über seine Aufstellung auf dem Flügel: "Prinzipiell spiele ich lieber im Zentrum. Ich glaube, dass ich da auch oft genug bewiesen habe, dass ich sehr gute Spiele machen kann. Der Trainer wollte jetzt, dass ich auf rechts spiele. Das ist auch kein Problem für mich. Die Mannschaft steht im Vordergrund, da ist nicht so wichtig, wo ich spiele."

Marco Kurz (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Glückwunsch an die Löwen zum verdienten Sieg. Wir sind nicht in die Partie gekommen. Sechzig hat schnell aufgezeigt, wie man so eine Partie von Beginn angehen muss. In den ersten vier, fünf, sechs Minuten hat es lichterloh gebrannt. Es war keinerlei Kompaktheit da. Da hättest du auch einen Omnibus durchschicken können, durch die Lücken. Korrekturen in der Halbzeit wurden durch das 2:0 über den Haufen geworfen. Danach haben wir so gespielt, wie wir können. Wir sind mit viel Moral zurückgekehrt. Wir haben uns beim Elfmeter nicht klug verhalten. Wir werden den Blick nach oben richten."

 

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