Kreuzbandriss im Knie Saison-Aus für Bayern-Basketballer Macvan

Power Forward Milan Macvan (28) hat sich beim 80:78-Sieg am Mittwoch im EuroCup bei Zenit St. Petersburg einen Kreuzbandriss zugezogen. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern müssen lange auf den Serben verzichten. Teamkollege Redding: "Sein Pech wird unsere Extra-Motivation sein."

München - Kurz nach dem hart erkämpften 80:78-Sieg im Eurocup bei Zenit St. Petersburg war Milan Macvan noch bester Laune. "Ihr habt mich im Trainingsplan für morgen vergessen!", scherzte der Vizekapitän, als er humpelnd im Team-Restaurant der Bayern-Basketballer auftauchte.

Doch Coach Sasa Djordjevic hatte den 28-jährigen Serben nicht übersehen, er wusste schlicht schon, dass er zumindest vorerst ohne seinen Führungsspieler auskommen muss. Nachdem sich Macvan im dritten Viertel der Auswärtspartie bei Zenit unglücklich das Knie verdreht hatte und mit der Trage vom Feld gebracht werden musste, fürchtete Djordjevic das Schlimmste: "Ich habe leider im Moment kein gutes Gefühl", sagte der Trainer.

Macvan-Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie

Er sollte recht behalten. Erste Untersuchungen bestätigten: Für Macvan ist die Saison gelaufen, die Power Forward erlitt einen Kreuzbandriss im linken Knie. Die Comeback-Leistung bei Zenit und der große Schritt Richtung Viertelfinale – das alles geriet in den Hintergrund.

"Das ist natürlich sehr schade für Milan, er wird uns sehr fehlen in den nächsten Monaten", sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic, "aber er ist nun in den allerbesten Händen und der ganze Verein sowie unsere medizinische Abteilung werden alles möglich machen, dass er stark zurückkommen wird."

Wie geht's ohne Macvan?

Das kann dauern. Schon am Freitag (20:30 Uhr) müssen die Bayern beweisen, dass sie auch ohne ihren Vizekapitän und Antreiber auskommen können. In Würzburg wartet das einzige Team, das den FCBB bislang in der Liga besiegt hat.

Was Mut macht: Gerade nach Macvans Ausfall rissen sich seine Teamkollegen zusammen und schafften angetrieben von Reggie Redding (18 Punkte), Devin Booker (17/12 Rebounds), Stefan Jovic (14/7 Assists) den Turnaround.

"Nach der Sache mit Milan haben wir großen Kampfgeist gezeigt, trotz der 14 Punkte Rückstand", sagte Redding und gab sich deshalb zuversichtlich: "Wir haben viel Herz ins Spiel gebracht und für Milan gewonnen. So wird es auch in den nächsten Wochen sein: Wie gegen Zenit wird sein Pech eine Extra-Motivation für uns sein."

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