Kredit-Affäre Bank-Gremien befassen sich im Februar mit Wulff-Kredit

Der Kredit der BW-Bank an Bundespräsident Christian Wulff wird Mitte Februar in den zuständigen Gremien des Mutterkonzerns LBBW behandelt.

 

Stuttgart – Der Prüfungsausschuss der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) befasse sich am 13. Februar mit dem Thema, sagte ein Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Am 23. Februar sei das Darlehen Thema im Aufsichtsrat der Landesbank. Die BW-Bank teilte der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag) mit, Wulff sei als „gehobener Privatkunde“ eingestuft worden.

Diese Entscheidung beruhe auf den wirtschaftlichen Verhältnissen sowie den persönlichen und wirtschaftlichen „Entwicklungsmöglichkeiten des Kunden“. Das Geldinstitut betonte: „Für die Kreditvergabe an Politiker gelten die gleichen Anforderungen wie für andere Kunden.“ Geldmarktdarlehen mit äußerst günstigen Zinsen zwischen 0,9 und 2,1 Prozent wie für Wulff seien „gängige Bankprodukte, welche für gehobene Privatkunden unseres Hauses nicht ungewöhnlich sind“, erklärte die Bank laut dem Bericht. Wulff betonte am Mittwoch im Interview bei ARD und ZDF, es handele sich um normale und übliche Konditionen.

Das gesamte Risiko der Zinsentwicklung liege bei ihm. Er habe keine Vorteile genossen, es handele sich um ein Angebot wie für andere auch. Einen Interessenkonflikt wegen des politischen Amts von Wulff hat es nach Meinung der Bank nicht gegeben: „Aus Sicht des zuständigen Kundenberaters handelte es sich bei Herrn Wulff um einen attraktiven Neukunden“, teilte das Geldhaus mit.

 

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