Kreativlabor für München Stadtrat fasst Aufstellungsbeschlüsse zum Kreativquartier

Das Kreativquartier München war am Mittwoch Thema im Stadtrat. Foto: Peter Kneffel, dpa

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat sich am Mittwoch vorberatend mit einer Beschlussvorlage des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zum Kreativquartier München befasst.

 

München - Neben der Bekanntgabe der Ergebnisse des Rahmenplans beinhaltet die Vorlage die Aufstellung von Bebauungsplänen sowie weitere Schritte, auch zum sogenannten Teilquartier „Kreativlabor“.

Das Kreativquartier München liegt in den Stadtbezirken 4 (Schwabing West) und 9 (Neuhausen – Nymphenburg) und verläuft von der Lothstraße im Süden bis zur Schweren-Reiter-Straße beziehungsweise dem Leonrodplatz im Norden. Westlich wird das zirka 20 Hektar große Areal von der Dachauer Straße, östlich von der Infanterie- beziehungsweise Heßstraße begrenzt.

Auf Grundlage des Entwurfs des 1. Preisträgers des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbes von Teleinternetcafé/ TH Treibhaus ist ein Rahmenplan entwickelt worden, der mit dieser Beschlussvorlage dem Stadtrat und der Öffentlichkeit bekanntgegeben wird: Das Kreativquartier wird sich aus den vier Teilquartieren „Kreativpark“, „Kreativplattform“, „Kreativfeld“ und „Kreativlabor“ heraus innovativ entwickeln. Es wird ein urbanes Stadtquartier entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten mit Kunst, Kultur und Wissen eng verbunden werden. Bestehende Gebäude und Freiräume dienen den Planungen als Anknüpfungspunkte zur Entwicklung des Quartiers und tragen zur Bildung einer eigenen Quartiersidentität bei.

Durch das Bauleitplanverfahren, das auf Grundlage des Rahmenplans durchgeführt wird, kann das erforderliche Baurecht für mindestens 900 Wohnungen, eine Grundschule, drei Häuser für Kinder, gewerbliche, kulturelle und kreativwirtschaftliche Nutzungen sowie die Erweiterung der Hochschule München im Süden geschaffen werden. Die denkmalgeschützten Industriebauten Jutier- und Tonnenhalle werden zukünftig das kulturelle bzw. kreativwirtschaftliche Zentrum im Kreativpark bilden. Angrenzend an den Leonrodplatz wird die vorhandene Quartiersversorgung durch Einzelhandel ergänzt. Zusätzlich zum zentralen öffentlichen Park entsteht ein abgestuftes Freiflächensystem aus öffentlichen und privaten Grün- und Spielflächen. Die Straßenführung erfolgt effizient, die Wegeverbindungen für den Rad- und Fußverkehr werden innerhalb und zu den angrenzenden Stadtquartieren und den Haltestellen der Trambahnen und Busse verbessert.

Um zügig Wohnbaurecht insbesondere in den Teilquartieren Kreativfeld und Kreativplattform zu schaffen, wurde das Bebauungsplanverfahren bereits 2014 parallel zur Erstellung des Rahmenplans begonnen. Für Juli/August 2015 ist die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen; dabei ist auch eine Erörterungsveranstaltung am 22. Juli um 19 Uhr in der Hochschule München, Hörsaal G 0.01, Lothstraße 34, geplant, in der u.a. der Rahmenplan vorgestellt wird.

Die bestehende besondere Identität des Teilquartiers Kreativlabor soll genutzt werden, dem Gesamtquartier eine individuelle Prägung zu verleihen. In der Beschlussvorlage werden daher für dieses Teilquartier neben dem Bauleitplanverfahren Vorschläge zum weiteren Vorgehen vorgebracht, zum Beispiel die Ermöglichung eines innovativen Zwischennutzungsprojekts (sogenanntes „Leuchtturmprojekt“) oder die Entwicklung eines Vergabekonzeptes für die städtischen Grundstücke.

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Die bereits 2012 begonnene Veranstaltungsreihe „Kreativquartier im Gespräch“ wurde 2014 mit einer Perspektivenwerkstatt zur Quartiersentwicklung und einem Workshop mit Baugenossenschaften und Nutzern der Bestandsgebäude fortgeführt. Für den weiteren Planungsprozess und zur Begleitung des Bebauungsplanverfahrens sind weitere Veranstaltungen vorgesehen.

Weitere Informationen zum Kreativquartier sind im Internet unter www.muenchen.de/kreativquartier zu finden.

 

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