Krankenhaus Entzündung im Darm: OB Ude in der Klinik

Im Krankenhaus: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Foto: dpa

„Aus heiterem Himmel bekam ich höllische Schmerzen“, sagt der Oberbürgermeister. Im Bett arbeitet er weiter.

 

München - Gerade erst hat er zehn Tage Urlaub auf Mykonos gehabt. „Ich hätte danach Bäume ausreißen können“, meint OB Ude. Am Wochenende erledigte er noch frohgemut Pflichttermine auf dem Filmfest und beim griechisch-bayerischen Kulturtag. Aber dann begann am Sonntag ein Grummeln im Bauch. „Am Montag Nachmittag wurden das aus heiterem Himmel höllische Schmerzen, dass ich kaum noch stehen konnte“, erzählt er der AZ: „Ich habe mich hundeelend gefühlt.“

Sein Hausarzt hat ihn sofort in einen Klinik eingewiesen: Eine Entzündung im Darm diagnostizierten die Ärzte. Ude: „Die Ursache ist noch ungeklärt.“ Er kam an den Tropf, wurde mit Antibiotika behandelt und ruhig gestellt. „Ich habe gut geschlafen, und jetzt geht es mir wieder gut“, meinte er gestern optimistisch – aber mit belegter Stimme. Das war ein positives Signal für die Klinikärzte. „Deshalb musste ich auch nicht operiert werden.“

Die Ärzte wollen ihn aber mindestens zwei Tage unter Kontrolle behalten: Ihn beobachten und Infusionen geben. Deshalb kommt OB Ude erst am Donnerstags raus. Und dass vor dem wichtigsten Tag des Jahres: Am Mittwoch fällt in Südafrika die Entscheidung ob München die Olympischen Winterspiele 2018 bekommt (S. 8). Ude muss nun einen Tag nach der großen Delegation fliegen: Am Samstag.

Gibt er denn jetzt Ruhe und erholt sich? Von wegen, Ude ist wieder im Hamsterrad. Sein Fahrer pendelte gestern zwischen Rathaus und Krankenbett und brachte Ude Akten und Unterschriftenmappen. „Mein Stab genießt es, dass ich hier liege“, sagt der Nimmermüde: „Jetzt bin ich jederzeit ansprechbar und nicht dauernd unterwegs.“ Am Donnerstag soll der OB entlassen werden. Dann marschiert Ude geradewegs zum Wettbewerb für das Siemensgelände („Das muss sein, habe ich den Ärzten erklärt“).

Und am Freitag gibt er eine Pressekonferenz zur Olympia-Bewerbung. Dann ab nach Südafrika. In der Hoffnung: Der zweite Münchner OB nach Hans Jochen Vogel zu sein, der die Olympischen Spiele nach München holt. Damit wäre Ude auch ein Rekord-OB: Der erste Oberbürgermeister, der in seiner Stadt zum zweiten Mal die Spiele hat.

 

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