Konzertkritik aus dem Olympiastadion Robbie Williams in München: Er will die Krone der Popwelt

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Robbie Williams rockt das Münchner Olympiastadion. Hier die Bilder vom Konzert! Foto: AZ

Let me entertain you: Robbie Williams begeistert über 60000 Fans im Münchner Olympiastadion auf seiner „Take the Crown“-Tour.

 

München - Robbie Fucking Williams kommt als Entertainment-Gott natürlich von oben. Während die Band sich am nervigen „Hey Wow Yeah Yeah“ abarbeitet, schauen die Robbie-Jüngerinnen in den Himmel.

Denn dort, ganz oben auf der gigantischen Gold-Kulisse steht er und wartet darauf, sich in die rauschende Menge fallen zu lassen: „I am Robbie fucking Williams, you are fucking munich – and for the next two hours your ass is mine.“ Los geht's.

Er will sich die Pop-Krone zurückholen. Und weil der Titel King of Pop schon besetzt ist, will er die verdammte Entertainer-Krone.Sein ewiger Eröffnungssong „Let me entertain you“ gibt schon mal die Richtung vor für den heutigen Abend: Nicht er singt für seine Fans, sondern sie für ihn. Alle. Und zum Finale streckt er seinen – bekleideten – Hintern in die Kamera. 

Hatte Robbie vor Tourbeginn noch ordentlich abgespeckt, scheint ihm das Essen bei den Krauts recht gut zu schmecken: Er schaut aus wie der späte Elvis, ohne Hals mit ordentlich Bauch.

Seiner Vitalität und seinem Charme tut das keinen Abbruch: Der 39-Jährige hüpft und springt wie zu allerbesten Take-That-Zeiten zu „Monsoon“ ("munich, you have all been so nice to me") und dem neuen „Not like the others“ auf seiner goldenen Bühne, die übergroß sein Konterfei mit geschlossenen Augen ziert - während aus einer weiteren Robbie-Büste Konfettit aufsteigen.

Das schaut kitschig, größenwahnsinnig und egozentrisch aus. Aber so ist er eben, der Robbie Fucking Williams.

 

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