Konzert-Kritik In der Olympiahalle: Bruno Mars haut in die Vollen

Bruno Mars bei den MTV Europe Music Awards in Amsterdam. Foto: dpa

Gleich in die Vollen, von Anfang an. Nach einem kurzen Intro aus Buschgetrommel und Affengeschrei, das wohl die „The Moonshine Jungle Tour“ akustisch einläuten soll, zeigen Bruno Mars und seine achtköpfige Band in der Münchner Olympiahalle, was eine Supershow ist.

 

München - Alles durchgeplant von Anfang bis Ende, jede Bewegung einstudiert, Filme, Feuerwerk, Licht und Laser bis hin zur Reizüberflutung. Gestern Las Vegas, heute München, ausverkaufte Olympiahalle - und die Frisur von Bruno Mars sitzt.

Dreh- und Angelpunkt dieses rasend schnell ablaufenden Revuetheaters ist der 28-jährige Bruno Mars aus Hawaii. Von der Statur her trotz einer Art Cowboy-Hut eher klein, in Sachen Bühnenpräsenz jedoch im Spitzenbereich auf der nach oben offenen Michael-Jackson-Skala.

Denn er hat den Dreh raus. Seine Musik basiert zwar eindeutig auf gesunden Basis-Elementen wie Rhythm’n’Blues, Reggae und Soul, ist aber dermaßen in Popsoße getunkt, dass sie auch für die jungen und ganz jungen Fans – in der Mehrzahl weiblich – genießbar ist. Und bei Titeln we „Show Me“, „Our First Time“, “Marry You” und natürlich bei der Ballade „If I Knew“ gehen nicht nur die Herzen auf, sondern auch die Kehlen, und alles singt mit.

Die Band, fast so agil wie eine Musical-Tanztruppe, überrascht nicht nur immer wieder mit pfiffigen Tanzschritten und regelrechten Choreographien, sondern auch mit Slapstick-Elementen und einem Sinn fürs Theatralische.

Die ganz große Nummer des Abends: „Just The Way You Are“, Mars’ erste Single, ausgewalzt zur XXL-Version, dient dann als Rahmen, um die Musiker namentlich vorzustellen. Und nach der Zugabe aus „Locked Out Of Heaven“ und „Unorthodox Jukebox“, regnet es dann Glitzerkonfetti.

Und schon ist wieder alles vorbei. War irgend was?

 

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