Komplizierte Suchaktion Bei illegalem Tiertransport: Riesenschlange büxt aus

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Die ausgebüxte Boa hat sich im Autorahmen versteckt. Foto: Reptilien-Auffangstation

Bei der Sicherstellung eines illegalen Tiertransportes muss die Zollfahnung eine unangenehme Feststellung machen - eine der Schlangen fehlt.

 

München - Eine unangenehme Situation: Schlange Nummer Elf ist nicht auffindbar, sollte sie aber. Denn Schlange Nummer Elf ist eine ausgewachsene Boa constrictor. Die Zollfahndung hatte die Reptilienauffangstation um Hilfe gerufen, da sie in einem Kleintransporter mehrere Terrarien und Kisten mit Schlangen gefunden hatten.

Tiertransporter sichergestellt - eine Boa fehlt"

Zehn der Schlangen konnten schnell sichergestellt werden, eine elfte Schlange aber wurde vermisst. Nachdem alle Materialien ausgeladen, Teile der Verkleidung des Transporters abmontiert und mit einer Endoskopkamera die Hohlräume des Rahmens durchsucht waren, wurde das Tier schließlich über der Beifahrerkabine im Rahmen entdeckt. Nach gut einer Dreiviertelstunde und mit viel Geduld konnte die Riesenschlange dann endlich aus ihrem Versteck befreit werden.

Der Besitzer der Schlangen hatte wegen einer bevorstehenden behördlichen Kontrolle die Schweiz, wo er lebt, fluchtartig mit seinen Tieren verlassen – auf Kosten der Gesundheit der Tiere, die jetzt in Quarantäne in der Auffangstation sind. Noch sind sie nicht in der Vermittlung, aber andere Schlangen suchen dringend fachkundige Halter.

 

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