Kommunalwahl 2014 Was haben Sie mit HUT am Hut, Frau Perle?

Petra Perle, lange Wirtin des Turmstüberls, wettert gegen die „Arschlochisierung“ der Stadt. Foto: Gregor Feindt

Die Künstlerin unterstützt die Wählergruppe, die den „Bürgerwillen ins Rathaus“ bringen will. Noch sind nicht genug Unterschriften beisammen für eine Stadtrats-Kandidatur

 

München - Petra Perle hat ein eigenes Wort für das, was derzeit in München passiert: „Arschlochisierung“.

Damit, sagt die bekannte Künstlerin, meine sie die schlimme Veränderung, der alte Münchner Viertel ausgesetzt sind. Immer mehr werde zu Höchstpreisen an verbrecherische Immobilienkonzerne verramscht.

„Meine Freunde ziehen weg, weil sie sich die Stadt nicht mehr leisten können“, sagt Petra Perle. „Für Künstler gibt es keine Biotope mehr. Immer mehr gehen nach Berlin. Das kann es doch nicht sein.“

Deshalb unterstütze sie die Wählergruppe HUT: „Weil ich mich im Rathaus nicht gut vertreten fühle und dort frischen Wind haben will.“

Die Wählergruppe HUT mit ihrem OB-Kandidaten Wolfgang Zeilnhofer-Rath wirbt mit dem Spruch „Bürgerwille ins Rathaus“. Sie will Initiativen aus verschiedenen Bereichen vernetzen, so etwa zu den Themen bezahlbares Wohnen, künstlerisches Leben oder gerechte Bildung.

Damit die HUT-Vertreter zur Kommunalwahl antreten dürfen, müssen sie aber erst einmal Unterschriften sammeln. Von den nötigen 1000 haben sie bisher nur etwa 100. Es bleiben ihnen noch drei Wochen Zeit.

In denen will auch Petra Perle weiter für HUT werben. Sie kandidiert auf Platz 8 der Liste für die Wählergruppe. In den Stadtrat will sie aber nicht: „Das ist nichts für mich. Falls ich gewählt werde, gebe ich meinen Platz ab.“

Sie wolle sich danach lieber mit Vorschlägen einbringen, die die Münchner Künstler im Blick haben.

 

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