Kommunalreferentin Friderich zieht um Bremen statt München

Gabriele Friderich ist seit 1990 Stadträtin. Foto: Gregor Feindt

MÜNCHEN Die Totalsanierung der Großmarkthalle, der Umbau des Viktualienmarkts, der Kampf um den Müll, die städtischen Klohäusle – für die Kommunalreferentin Gabriele Friedrich gäbe es in den nächsten Jahren Gewaltiges zu tun und Hunderte von Millionen Euro zu investieren. Doch jetzt erlag sie einem Lockruf aus Bremen. Zum 1. September geht sie als Umweltstaatssekretärin in den neuen rot-grünen Bremer Senat. Sie arbeitet dann für den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Joachim Lohse.

 


Gestern Morgen hat Friedrich gekündigt. Damit zieht es die gebürtige Berlinerin mit 59 Jahren auch zu ihrer Familie – und in eine Gegend, die sie mag: Denn ihre Tochter Andrea ist dort Ärztin und hat eine Familie gegründet.


Gabriele Friedrich gehört zu den Grünen der ersten Stunde und kam 1990 in den Stadtrat. Als die grünen Frauen 1998 meinten, es müssten mehr Frauen auf Ude Regierungsbank, schickten sie den damaligen Kommunalreferenten Georg Welsch (Grüne) mit 50 Jahren in den vorgezogenen Ruhestand und wählten dafür Gabriele Friedrich. Seitdem führt sie mit großer Umsicht und Hartnäckigkeit ihr Haus.


Er habe sich mit ihr „fachlich und menschlich über 20 Jahre gut verstanden“, sagt OB Ude. Gabriele Friderich habe das gute Verhältnis von Rot-Grün in München mit geprägt. „Sie hat eine große Sensibilität für schwierige Themen“, lobt sie Grünen-Fraktionschef Siegfried Becker: „Sie hat die anfallenden Aufgaben mit Bravour gemeistert.“ – Die Stelle wird nach den Ferien ausgeschrieben. Die Grünen haben nach dem Bündnisvertrag das Vorschlagsrecht.

 

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