Kommentare im Internet Online-Hass von Pegida: Die Hassprediger

Anti-Pegida-Demo in München Foto: Daniel von Loeper

Timo Lokoschat, der Vize-Chefredakteur der Abendzeitung, über den Online-Hass bei Pegida und Bagida in Internetforen und auf Facebook.

 

Aufnahme von Kriegsflüchtlingen als Menschenpflicht, bessere Betreuung durch Sozialarbeiter, dezentrale Unterbringung, gerechte Verteilung in allen EU-Staaten, mehr Mittel für die Polizei, Einführung von Bürgerentscheiden ... – viele offizielle Forderungen der „Pegida“ könnten auch von der SPD und CDU/CSU stammen, sind nicht falsch.

Wer sich auf den Seiten der selbst ernannten Abendlandsverteidiger im Internet umschaut und einen „Realitäts-Check“ unternimmt, bekommt jedoch einen anderen Eindruck. Friedliche, sich integrierende Ausländer willkommen? Von wegen! Da wird gehetzt, gedroht und beleidigt wie in rechtsradikalen Foren. NPD-Lieder und bizarre Rechtschreibfehler inklusive.

Nein, nicht die „Lügenpresse“ stellt Pegida in die rechte Ecke, das erledigt ein Großteil der Aktivisten schon selbst. Sie kritisieren die Dschihadisten etwa für ihre Haltung gegenüber Frauen, Homosexuellen und Rechtsstaat – und äußern sich gleichzeitig frauenfeindlich und homophob, lassen ihren brutalen Folterphantasien freien Lauf.

Islamismus, auch in Deutschland, muss bekämpft werden, keine Frage. Bei der Pegida ist diese Aufgabe definitiv in falschen Händen.