Kommentar Mordfall Katrin: Eine Glanzleistung der Polizei

"Der schnelle Erfolg ist klassischer Polizeiarbeit zu verdanken": Polizisten bei der Spurensuche am Tatort in Obersendling. Foto: Daniel von Loeper

"Eine Glanzleistung der Polizei – und ein beunruhigender Gedanke." Ralph Hub, AZ-Polizeireporter, über die Klärung des Mordfalls Michalk.

 

Der Mord an Katrin Michalk hat vielen Menschen Angst gemacht. Ein Phantom tötet brutal und verschwindet: Kein Motiv, kein Anhaltspunkt, Täter und Opfer haben sich nicht gekannt. Trotzdem ist es der Polizei gelungen, in nur drei Wochen den Fall aufzuklären und einen Tatverdächtigen zu fassen.

Zu verdanken ist der schnelle Erfolg nicht Massen von wahllos gespeicherten Daten und Überwachungskameras – sondern klassischer Polizeiarbeit. Ein Jugendbeamter, der sein Viertel kennt, gibt einen Tipp. Erfahrene Mordermittler gehen dem nach. In den Laboren von LKA und Gerichtsmedizin werden Spuren untersucht.

Ein perfekt eingespieltes Räderwerk.

Bei aller Freunde über den geklärten Mord bleibt ein beunruhigender Gedanke: Der Tod schlug wahllos zu. Das Opfer war zur falschen Zeit am falschen Ort. Davor kann auch die beste Polizei nicht schützen.

 

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