Kommentar Grünes Licht für den Color Run!

Manchen Anwohnern wird das zu bunt. Foto: Josip Cosic

In Kürze entscheidet das Kreisverwaltungsreferat, ob der bei manchen Anwohnern umstrittene "Color Run" auch dieses Jahr im Riemer Park stattfinden darf. Ein Kommentar von AZ-Redakteur Timo Lokoschat.

 

Riem - Triathlon? Nein, danke! Jugendkart? Bitte nicht! Color Run? Um Gottes willen!

Die Riemer bleiben offenbar gerne unter sich. Alle Riemer? Wahrscheinlich sind es bloß ein paar Nörgler, die rot sehen, wenn ein Mal im Jahr (!) für ein paar Stunden (!) ein bisschen was los ist in "ihrem Park".

Der "Color Run" ist ein denkbar harmloses Spektakel - Wiesn und Frühlingsfest sind dagegen geradezu kriminelle Unternehmungen.

8000 überwiegend junge Menschen hatten am 30. Juni 2013 einfach eine Riesengaudi - mit Lebensmittelfarben, die der Flora nicht schaden. 

"Farbverschmutzte Natur"? Der Regen hat die Sache auf seine Weise erledigt. Schlüsselblumen und Küchenschellen gedeihen nach wie vor prächtig.

Eine "sinnlose Veranstaltung"? Auf jeden Fall! Wie eigentlich jede. Wenn's allein nach der Sinnhaftigkeit ginge, blieben außer Schlafen, Essen, Stuhlgang und Arbeiten nicht mehr allzu viele Tätigkeiten für unsere Spezies übrig.

Schauen Sie sich doch mal die oben verlinkte Bilderstrecke an, die Gesichter der Teilnehmer. Sind das wirklich, wie Kritiker ätzen, lauter verblödete Idioten, die den Untergang des Abendlandes unmittelbar herbeiführen? Ich glaube nicht.

Wer den "Color Run" im Riemer Park zu bunt findet, könnte übrigens auf eine hervorragende Alternative im Viertel ausweichen: den Willy-Brandt-Platz.

Dort ist es garantiert einfarbig. Das ganze Jahr.

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