Knochen überall verstreut Um Gottes Willen! Sturm verwüstet Ostfriedhof

Höhere Gewalt auf dem Gottesacker: So schlimm schaut es derzeit auf dem Münchner Ostfriedhof in Obergiesing aus. AZ-Leser Djordje Matkovic hat die erschütternden Aufnahmen gemacht. Foto: Djordje Matkovic

Umgestürzte Bäume haben auf dem Ostfriedhof Marterl zertrümmert, Grabsteine zerstört und Särge aufgerissen. Sogar Gebeine liegen im Freien.

 

München - Erni Singerl, Rudolph Moshammer, Toni Berger, Kurt Eisner, Klaus Löwitsch, Karl Scharnagl, Thomas Wimmer und Erich Hallhuber – Dutzende Prominente ruhen auf dem Ostfriedhof. Die historischen Grabmale, gemütliche Sitzbänke und der alte Baumbestand haben den Giesinger Gottesacker für viele Münchner zu einem beliebten Ziel für Spaziergänge gemacht.

Jetzt ist alles anders.

Wer über die Ostertage vorbeischaute, bekam kein Bild der Besinnlichkeit geboten, sondern eines der Verwüstung: Orkan „Niklas“ hat zahlreiche Bäume aus der Erde gerissen und auf die Gräber stürzen lassen; Marterl sind zertrümmert, Grabsteine beschädigt.

Sogar Särge wurden an die Oberfläche gedrückt, Gebeine liegen im Freien, Knochen ragen aus der Erde heraus (auf diese Bilder verzichten wir aus Pietätsgründen).

Die Aufräumarbeiten werden mehrere Wochen dauern. „Bis auf Weiteres bleibt der Friedhof leider geschlossen“, teilt die Stadt mit. Die Gefahr durch lose Äste und riesige Löcher ist noch zu groß. Das gilt auch für den Waldfriedhof, den Waldfriedhof Solln und den Alten Südlichen Friedhof.

Beerdigungen finden weiter statt – „soweit es die Sicherheit zulässt“.

 

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