Klum mit einem Hauch von Nichts Bilder: Bruno Mars sahnt bei den Grammys ab

Die Grammys im Zeichen von #Meetoo und #Times-up. Viele Künstlerinnen trugen eine weiße Rose: Heidi Klum als Armband, Sarah Silverman auch im Mund. Die Bilder der Grammys. Foto: dpa

Bei den Grammys in New York hat Bruno Mars abgeräumt. Der R&B-Künstler bekam sechs Auszeichungen, Kendrick Lamar ging mit fünf Grammys nach Hause. Eine Auszeichung ging zudem nach Deutschland.

 

New York -  Der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars hat mit seinem Team bei der Grammyverleihung ordentlich abgeräumt und ist gleich mit sechs der begehrten Trophäen ausgezeichnet worden. Mars gewann mit dem Titel "24K Magic" und dem gleichnamigen Album unter anderem Preise für das beste Album, die beste Aufnahme und das beste Lied des Jahres. Rapper Kendrick Lamar nahm bei der Gala am Sonntag in New York fünf Grammys mit nach Hause, der achtfach nominierte Rapper Jay-Z ging überraschend leer aus.

Grammys: "Despacito " geht leer aus

Eine der begehrten Auszeichnungen ging auch nach Deutschland: Die Elektro-Veteranen Kraftwerk erhielten in der eher unbekannten Sparte Dance-/Electronic-Album einen Grammy für "3-D The Catalogue". 2014 hatten Kraftwerk schon einen Grammy für ihr Lebenswerk gewonnen. In den vergangenen Jahren gewannen in den weniger beachteten der inzwischen 84 Kategorien immer wieder deutsche Künstler, vor allem Musiker aus dem Klassik- und Opern-Bereich.

Mars stach neben Jay-Z unter anderem Childish Gambino mit dessen Titel "Redbone" und den Megahit "Despacito" von Luis Fonsi & Daddy Yankee mit Justin Bieber aus. Kendrick Lamar gewann unter anderem in den Kategorien für das beste Rap-Album und den besten Rap-Titel. Mit den großen Gewinnen von Mars in den Hauptkategorien stand die Show dieses Jahr weniger im Zeichen des Hip-Hop als erwartet.

Grammys in New York: Trump ist in aller Munde

Die dreineinhalbstündige, von James Corden moderierte Gala war gefüllt mit hochkarätigen Auftritten: Neben Mars, Lamar und Gambino kamen unter anderem Elton John, Pink und Rihanna auf die Bühne. Auch Demokratin Hillary Clinton hatte einen Auftritt, als sie neben Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg in einem vorab aufgezeichneten Sketch aus dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" ("Feuer und Zorn") über US-Präsident Donald Trump vorlas.

Ein starkes Statement gegen Trump und dessen scharf kritisierte Äußerung über sogenannte "Drecksloch"-Länder leistete sich Logic, nachdem er "1-800-273-8255" gerappt hatte: "An all die wunderschönen, mit Kultur, Vielfalt und Tausenden Jahren Geschichte gefüllten Länder, ihr seid keine Dreckslöcher". Die im Englischen härtere Übersetzung ("shithole") wurde von den Veranstaltern zensiert.

Die sonst in Los Angeles heimische Verleihung fand dieses Jahr erstmals seit 15 Jahren in New York statt. Mehrere Musiker trugen zur Gala eine weiße Rose am Revers oder in der Hand als Zeichen der Solidarität mit der #TimesUp-Bewegung zum Kampf gegen sexuelle Übergriffe und männliche Dominanz. "Die Zeit der ungleichen Bezahlung, der Diskriminierung und Belästigung jeder Art und des Missbrauchs von Macht ist um", sagte Musikerin und Schauspielerin Janelle Monáe.

Das sind die Preisträger der Grammys

Eine Auswahl der Preisträger 2018:

  • Album des Jahres: Bruno Mars - "24K Magic"
  • Aufnahme des Jahres: Bruno Mars - "24K Magic"
  • Song des Jahres: Bruno Mars - "That's What I Like"
  • Bester Newcomer: Alessia Cara
  • Beste Pop-Solo-Performance: Ed Sheeran - "Shape Of You" -
  • Beste Pop-Duo-Performance: Portugal. The Man - "Feel It Still" 
  • Bestes Popgesangs-Album: Ed Sheeran - ÷ (Divide) 
  • Bestes traditionelles Popgesangs-Album: (Verschiedene Künstler) - "Tony Bennett Celebrates 90"
  • Bestes Dance-/Electronic-Album: Kraftwerk - "3-D The Catalogue"
  • Bestes Rock-Album: The War On Drugs - "A Deeper Understanding" 
  • Bestes Rap-Album: Kendrick Lamar - "DAMN."
  • Bester R&B-Song: Bruno Mars - "That's What I Like"
  • Bestes zeitgenössisches Album: The Weeknd - "Starboy"

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