Kleeblatt Ohne Fleiß kein Profi Geis

Zwei „junge Hupfer“ aus Fürth auf dem Sprung zur Profikarriere: Johannes Geis (li.) und Felix Klaus. Foto: Wolfgang Zink

FÜRTH Am Samstag steht für Talentschmied Frank Kramer (39), zuständig für die Fürther U23, sein Abschiedsspiel in der Regionalliga Süd an. Und das gegen seine künftige Mannschaft, die TSG Hoffenheim II. Kramer, gebürtiger Memminger, hat mit seiner Arbeit in Fürth vielen Talenten den Weg zu den Kleeblatt-Profis geebnet. Von Edgar Prib bis Nico Müller, von Sercan Sararer bis zu Max Grün, von Felix Klaus bis Marius Strangl, von Fabian Baumgärtel, der gerade erst zum Profi befördert wurde, bis hin zu U18-Nationalspieler Johannes Geis.

 

Klaus und Geis leben in WG


Der 17-jährige Geis sorgte zuletzt, neben dem 18-jährigen U19-Nationalspieler Klaus, mit dem er in der Nähe des Ronhofs in einer WG siedelt, am meisten für Furore. Präsident Helmut Hack stolz: „Um unsere jungen Hupfer beneidet uns jeder in Deutschland.”
„Ich muss in der nächsten Saison auf meinen Leistungen aufbauen und diese bestätigen”, sagt Klaus, der auf 18 Zweitliga-Einsätze und zwei Tore kam. Geis schaffte sechs Zweitliga-Spiele. Es hätten ein paar mehr werden können, doch er bekam zwischenzeitlich auch mal die harte Hand von Trainer Mike Büskens zu spüren. Als seine Noten in der Realschule absackten, berücksichtigte Büskens den Blondschopf nicht mehr bei den Profis, denn: „Ich trage ja auch da eine gewisse Verantwortung.” Erst als die Noten besser wurden, durfte Geis wieder bei den Profis mitmachen. Und ab dem 17.August darf sich das Riesentalent besonders freuen, da wird er volljährig und erhält einen Profivertrag. „Bis 2017 oder 2018, so genau weiß ich das gar nicht”, flachste Kleeblatt-Manager Rachid Azzouzi.

Wiesinger  lobt 17-Jährigen


Geis hat, wie auch Klaus, das Zeug dazu, ein Großer zu werden. Auch Michael Wiesinger, neuer U23-Trainer beim Club und am letzten Mittwoch in Aalen Augenzeuge beim 1:0-Sieg der deutschen U18 gegen Österreich, ist von Geis mächtig angetan. „In der ersten Halbzeit hat Johannes auf der Sechser-Position sehr aggressiv gespielt, viele Zweikämpfe gewonnen und Bälle erobert. Im zweiten Akt hat er rechter Verteidiger gespielt, aber das scheint nicht seine Lieblingsposition zu sein.” 

 

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