Kleeblatt Eine Nullnummer, die schmerzt

Pfeilschnell, plötzlich auch mannschaftsdienlich und von den Augsburgern, hier Hajime Hosogai, nie aufzuhalten oder gar auszuschalten: Sercan Sararer. Foto: Wolfgang Zink

AUGSBURG Wenn die beiden besten Abwehrreihen der 2. Liga aufeinander treffen, dann ist das Resultat eigentlich vorprogrammiert – 0:0. Und so war es auch am Freitag in Augsburg, als die Fürther erneut versuchten, näher an Tabellenplatz drei und somit den VfL Bochum heran zu kommen. Leider erfolglos.
Zahlenspiele können aussagekräftig sein. Augsburg mit nur einer Niederlage aus den letzten 20 Spielen, Fürth auswärts zuletzt 400 Minuten ohne Gegentor, aber noch nie als Sieger in Augsburg vom Platz gegangen: Ein Duell auf Augenhöhe also, aber mit unterschiedlichen Ausgangspositionen. Das FCA-Polster, sieben Zähler Vorsprung auf den Tabellenvierten Fürth, war dick genug, um nicht unbedingt gewinnen zu müssen. Für die SpVgg dagegen war ein Punkt zu wenig.

 

Dennoch hatte Fürths Trainer Mike Büskens seine Profis, mit Asen Karaslavov für den gesperrten Mergim Mavraj in der Startelf, im 4-4-2-System auf Konter geeicht. Beinahe mit Erfolg. Sercan Sararer hatte sich einmal mehr durchgesetzt, legte zurück auf den Ex-Augsburger Leo Haas, aber der scheiterte an FCA-Keeper Simon Jentzsch (31.). Die beste Chance im ersten Durchgang eröffnete sich allerdings Nando Rafael, der plötzlich völlig frei vor SpVgg-Torhüter Alex Walke stand, aber den Keeper anschoss (33.).
Wobei den beiden Teams ihr Engagement nicht abzusprechen war. Entsprechend hoch war das Tempo, nur vereitelten viele Flüchtigkeitsfehler und technische Unzulänglichkeiten den Erfolg.

"Wir fahren enttäuscht nach Hause"


So auch in Halbzeit zwei. Auf Fürther Seite stets das gleiche Bild: Lange Bälle auf Sercan Sararer, und der suchte Leo Haas als Vollstrecker. So in Minute 54. und 80., jeweils war Jentzsch Endstation. Einmal fand Sararer noch FCA-Verteidiger Hosogai, dessen Flugkopfball Jentzsch vor größere Probleme stellte (74.). Schließlich versuchte es Sararer auch mal selbst, nach einem Abschlag von Walke! Aber erneut hatte Jentzsch die Finger dran (86.).
Und Augsburg? Wenig bis nichts brachte der Tabellenzweite zuwege. Nur der Ex-Fürther Torsten Oehrl prüfte Walke einmal (87.), dann war das 0:0 amtlich. Was auf Augsburger Seite wesentlich zufriedener quittiert wurde als bei den Franken. Kein Wunder, Fürth fährt weiter den Besenwagen im Quartett der Aufstiegsanwärter. Schlusswort Haas: „Wir fahren enttäuscht nach Hause, waren spielerisch besser. Mit dem Punkt können wir wenig anfangen.“

 

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