Kleeblatt Büskens hofft aufs große Zittern

Comeback nach Verletzungspause in Augsburg: Innenverteidiger Asen Karaslavov (links, im Luftkampf mit Union Berlins Halil Savran) ersetzt am Freitag Fürths Gelb-Sünder Mavraj. Foto: Wolfgang Zink

FÜRTH Ein Wochenende zum Genießen für die SpVgg Greuther Fürth. Dank des 2:1 gegen Duisburg haben die Profis von Trainer Mike Büskens den Anschluss an die Aufstiegsränge gehalten. Und das Kleine Kleeblatt gewann in der Regionalliga Süd durch einen Treffer von Jim-Patrick Müller (Saisontor Nummer sieben) bei Wormatia Worms 1:0. Die U 23 von Trainer Frank Kramers blieb somit zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen, ist jetzt nur noch einen Zähler hinter Primus Hessen Kassel und vom Aufstieg in die Dritte Liga entfernt.

 


Doch Präsident Helmut Hack möchte noch keine Jubelarien anstimmen, zumindest, was die „Erste“ anbelangt. Vor dem Duell beim bayerischen Rivalen und Tabellenzweiten FC Augsburg (Freitag, 18 Uhr) lassen ihn auch die 50 Zähler, die das Kleeblatt inzwischen verbuchen kann, kalt. „Ob 50 oder 53, wir hätten schon viel mehr haben können. Leider haben wir in der Vergangenheit einiges liegen lassen, weil wir nicht kaltschnäuzig genug waren“, sagt Hack und macht Druck: „Wir müssen in Augsburg absolut euphorisiert sein. Um dort zu bestehen, müssen wir mit Selbstvertrauen und Siegeswillen die Sache angehen.“

"Gott sei Dank hat Asen jetzt schon eine Woche wieder mittrainiert"


Für den gesperrten Mergim Mavraj (fünfte Gelbe Karte) ist klar: „Wir fahren dort hin, um zu gewinnen. Wenn wir auf die Tabelle schauen, hilft uns in Augsburg nur ein Sieg weiter. Außerdem: Auf ein Remis spielen, das ist nicht unser Ding.“ Für Mavraj feiert Asen Karaslavov nach auskuriertem Muskelbündelriss sein Comeback. „Gott sei Dank hat Asen jetzt schon eine Woche wieder mittrainiert,“ sagt Büskens – und schickt eine Kampfansage an den FCA hinterher: „Jetzt kommt die letzte Phase der Saison, da können vielleicht auch Kleinigkeiten entscheiden. Vielleicht fangen auch Mannschaften, die vor uns stehen, noch einmal an zu zittern. Dann kannst du vielleicht nochmal den Anschluss schaffen.“
Zu den „Kleinigkeiten“, die vielleicht am Freitag aus Fürther Sicht wichtig sein können, gehört auch der künftige Mainzer und gegen Duisburg enorm verbesserte Nico Müller. Büskens: „In der Länderspielpause gab es für Nico von allem etwas – süße Drops, aber auch ein paar sauere. Müller ist sehr wichtig für uns. Und er ist in der Lage, Überdurchschnittliches abzuliefern.“ Nächster Beweistermin am Freitag in Augsburg.
 

 

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