Kleeblatt Boss Hack & Co. trotzig: Noch ist nichts verloren!

„Der Auftritt der Mannschaft in Aue war ordentlich, wir sind weiter oben dabei“: Kleeblatt-Präsident Helmut Hack richtet seinen Blick weiter nach oben – und ist schon voll mit den personellen Planungen für die Zukunft beschäftigt. Foto: Zink

FÜRTH Helmut Hack hatte das (Teil-)Erfolgserlebnis in Aue prophezeit – und Recht behalten. „Das 0:0 ist okay, der Auftritt der Mannschaft war ordentlich, wir sind weiter oben dabei“, frohlockte der SpVgg-Präsident mit leicht angezogener Handbremse. Auf jeden Fall hat der Kleeblatt-Boss seinen Optimismus trotz der Nullnummer im Erzgebirge nicht verloren. „Ich bleibe dabei, dass wir 61 Punkte holen“, versicherte Hack am Montagnoch einmal. Und Kapitän Thomas Kleine pflichtete ihm bei: „Wenn hinten weiter die Null steht und wir vorne mal das Tor treffen, bleiben wir weiter mit dabei.“

 

Ob Bundesliga oder weiterhin Zweite Liga – am Montag wurden bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Greuther Fürth verpflichtete Mittelfeldspieler Robert Zillner vom Drittligisten SpVgg Unterhaching. Beim jüngsten 4:0-Erfolg in Babelsberg war er bester Mann und erzielte das 2:0. Der 25-jährige erhält einen Zweijahres-Vertrag. „Er passt zu uns, er ist einer von der Kategorie Stephan Fürstner“, kam Hack ins Schwärmen. Und: Zillner kommt ablösefrei. Hack stolz: „Er wäre längst in der Bundesliga bei Gladbach oder beim SC Freiburg gelandet, wenn die Vereine die geforderte Ablöse gezahlt hätten.“ Haben sie aber nicht, prompt schlug das Kleeblatt beim offensiven Mittelfeldspieler, dessen Vertrag jetzt ausläuft, zu. Somit dürften Leo Haas’ Chancen auf einen neuen Kontrakt (der alte läuft Ende Juni aus) gesunken sein.

Auch bei Danijel Aleksic stehen die Zeichen auf Abflug. In Aue schmorte die Leihgabe vom FC Genua 90 Minuten auf der Bank. Der 19-Jährige muss am Saisonende zurück nach Italien, Greuther Fürth hat zwar das Erstkaufrecht, doch runde 1,5 Millionen Euro sind Hack dann doch zu viel. Die Zukunft in Fürth ist auch für Miroslav Slepicka (29), Leihgabe von Dinamo Zagreb, fraglich. Fünf Spiele, null Tore, eine Rote Karte lautet die dürftige Ausbeute. In Aue vergab er die Chance zum Siegtreffer kläglich. Dafür trifft Dani Schahin, bis Saisonende an Drittligist Dynamo Dresden ausgeliehen. Doppelpack beim 3:0 gegen Rot-Weiß Ahlen, in bisher drei Einsätzen für die Sachsen erzielte der 21-Jährige (Vertrag in Fürth bis 2012) schon vier Tore. Jetzt liegt er mit Dynamo schon auf Platz fünf, darf auf den Sprung in die Zweite Liga hoffen.

 

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