Klare Worte des Nationalspielers Rüdiger: "Die Hetzer haben keine Probleme zu jubeln"

Antonio Rüdiger im EM-Trainingslager der Nationalmannschaft in Ascona/Schweiz. Foto: GES/Augenklick

Pegida-Hetzer haben seine DFB-Kollegen Jerome Boateng und Ilkay Gündogan wegen der Kinderschokolade-Werbung rassistisch beleidigt. Antonio Rüdiger bezieht dazu klar Stellung.

 

Ascona - Sein Vater stammt aus Deutschland, seine Mutter aus Sierea Leone. Sein Halbbruder ist der Fußballer SahrSenesie, der auch sein Berater ist. Im Interview mit der "Bild" hat Nationalspieler Antonio Rüdiger mit deutlichen Worten gezeigt, was er von der aktuellen Pegida-Hetze wegen der Kinderschokolade-Werbung hält.

"Ich bin geboren in diesem Land. Ich spiele für Deutschland. Ich will mit Deutschland den EM-Titel holen. Das ist mein Ziel, mein Traum, das ist auch machbar. Deshalb sind solche Aktionen schade. Doch die Hetzer haben keine Probleme zu jubeln, wenn wir Europameister werden", sagt der 23-Jährige.

Der Innenverteidiger berichtet, dass er sich als Profi des AS Rom selbst erst ein einziges Mal rassistisch beleidigt gefühlt habe: "Ein einziges Mal im Derby gegen Lazio habe ich Affenlaute gehört. Ich muss sagen, dass die AS-Fans keinen Gegner so tief beleidigen, ich lebe in Rom gut. Wenn man das Land, in dem man lebt und dessen Kultur respektiert, dann hat man keine Schwierigkeiten."

Man dürfe "diesen Leuten keine Aufmerksamkeit geben", auch wenn es nicht einfach sei, nicht zu reagieren - "aber dann wäre man eh der Verlierer".

Rüdigers Spitzname in Rom ist übrigens weder Anton noch Toni, sondern manchmal Tonino - und meistens Rudi." Weil Ex-Nationalstürmer Rudi Völler für die Roma spielte. Rüdiger: "Die Menschen in Rom lieben Völler."

 

2 Kommentare