Der Bayern-Star trifft seinen Gegner im Gesicht. "Man kann auch Rot dafür geben".

Wolfsburg - Da ist Franck Ribéry noch mal ganz gut weggekommen mit seinem Video-Gelb in Wolfsburg. Der Aufreger vor der Pause: Ribéry schlägt gegen Renato Steffen aus, erwischt ihn im Gesicht. Halb wehrt er sich gegen den vorherigen Schubser, halb langt er zu. Ein Reflex, er wollte Steffen auf Distanz halten.

Schiedsrichter Sascha Stegemann schaute sich nach einem Hinweis aus der Kontroll-Zentrale in Köln die Bilder noch mal an und zeigt Gelb. Glück gehabt? Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer: "Man kann auch Rot dafür geben, wenn man es als bewussten Schlag sieht. Deshalb hatte sich auch der Videoschiri eingeschaltet." Seine Bayern nahmen ihren Franck in Schutz. "Da war ein Zweikampf, der wollte ihn stoppen. Und Franck wollte sich losmachen vom Gegner", sagte Arjen Robben.

Jupp Heynckes meinte: "Franck hat mir gesagt, dass es keine Absicht war." Und nur weil es Ribéry ist, gibt sich Heynckes nicht milde. Er warnte den früher öfter unbeherrschten, jähzornigen Franzosen: "Das ist etwas, das er verhindern muss."

Klare Ansage. Rote Karten wegen Unbeherrschtheit sind für Heynckes eine Todsünde.