Kino TV-Star Michael Mendl dreht für lau

Schauspieler Michael Mendl spielt in der Kino-Action-Komödie "Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste" auf lau mit. Foto: Arndt Müller

Der Schauspieler (67) spielt erstmals in seinem Leben ohne Gage – für den Action-Thriller „Warum Teitelbaum sterben musste“. Und noch eine Premiere: Er singt sogar noch.

 

München - Es gibt Dinge, die muss man einmal im Leben gemacht haben. Für Film- und Fernseh-Star Michael Mendl schien dieser Moment jetzt gekommen zu sein: „Ich habe zwar für Low Budget gearbeitet, aber noch nie für lau bei einer Filmproduktion mit- gemacht. Aber als ich das Drehbuch gelesen habe, fand ich die Geschichte so wahnsinnig irre – dass ich uentgeltlich spiele.“

 Vier Drehtage steht Mendl für den Kino-Action-Thriller „Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste“ zur Verfügung – ganz ohne Gage. Wie berichtet, finanziert sich der Film von Regisseur Axel Steinmüller und Fotograf Bogdan Kramlizcek ausschließlich durch Spenden, dem so genannten „Crowdfunding“, und durch gemeinnützige Arbeit der Darsteller und dem ganzen Team hinter der Kamera.

Auch das Bayerische Fernsehen (BR) unterstützt mit einem Lizenzkauf den Film. Der handelt von einem Gangster namens Teitelbaum, der überall seine Hände im Spiel hat und die ganze Welt manipuliert. Die offiziellen Regierungsstellen kommen nicht mehr weiter und setzen über V-Leute den Killer „Stephan", gespielt von Maik van Epple, auf Teitelbaum an. Einer seiner Gegner ist „Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger, der bei Teitelbaum den „Dante“ spielt.

Michael Mendl ist von Freund und Schauspieler-Kollege Torsten Münchow auf die Teitelbaum-Crew aufmerksam gemacht worden. Die beiden standen für das BR-Dokumentarspiel „Die Reichsgründung“ vor der Kamera: „Er spielte Bismarck und ich Kaiser Wilhelm.

Er kennt eine Stylistin von der Teitelbaum-Crew. Sie wollte mich erst nicht ansprechen. Sie dachte, ich gebe ihr eine Absage.“ Und jetzt ist er am Set und hat am ersten Drehtag in einem Restaurant bereits seine Ermordung gespielt: „Ich werde beim Essen vergiftet.“

Seine Rolle in dem Film soll an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden. Sagen darf man, dass Mendl eine überaus zwielichtige Gestalt spielt, die im Film auch noch singen darf. „Das ist für mich Premiere. Ich habe noch nie vor der Kamera oder auf der Bühne gesungen“, sagt Mendl, dem das Ganze aber sichtlich Spaß macht.

Der Mime ist nicht nur von seiner Rolle begeistert. Auch die Crew fasziniert ihn: „Es ist nicht ganz so professionell und so streng wie bei anderen Produktionen. Da heißt es so – und nicht anders. Hier spuckt eigentlich jeder in die Suppe und ich glaube, dass die Suppe am Schluss ganz gut schmeckt.“

 

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