Kino aus dem Iran Film: Regisseur plant Ahmadinedschad-Doku

Irans Präsident Ahmadinedschad wird von Oscar-Preisträger Oliver Stone in einem Dokumentarfilm portraitiert. Foto: az/dpa/Jens Kalaene/Abedin Taherkenareh

Der US-Regisseur und Oscar-Preisträger Oliver Stone will im Iran endlich einen Dokumentarfilm über Präsident Machmud Ahmadinedschad drehen. 2007 war dieses Projekt bereits einmal gescheitert. Nun hat er die Drehgenehmigung.

 

Teheran  – Der US-Filmregisseur Oliver Stone will im Iran einen Dokumentarfilm über Präsident Mahmud Ahmadinedschad drehen. Stone wolle in den nächsten zwei bis drei Wochen in den Iran reisen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars am Mittwoch. Sein Sohn Sean Stone sei bereits im Land, um Drehorte ausfindig zu machen.

Der dreifache Oscar-Gewinner Oliver Stone wollte schon im Jahr 2007 einen Film über Ahmadinedschad drehen. Er habe dann aber keine Zeit gehabt, teilte sein Sprecher mit. Ahmadinedschad soll den Berichten zufolge dem Filmprojekt zugestimmt haben – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. So wolle der Präsident das Drehbuch genau unter die Lupe nehmen und keine fiktionalen Szenen erlauben.

Der 64 Jahre alte Hollywood-Regisseur Stone habe die Drehgenehmigung erhalten, nachdem er betont hatte, dass der Dokumentarfilm das Bild des Islams sowie den Iran und Ahmadinedschad selbst in ein besseres Licht rücken solle.

Obwohl sich der Iran gegenüber der amerikanischen Filmbranche kritisch zeigt, ist Stone in dortigen Filmkreisen beliebt. Der Regisseur („Platoon“, „Natural Born Killers“) porträtierte bereits andere umstrittene Politiker in Dokumentarfilmen: 2009 holte er in Lateinamerika im Film „South of the Border“ Kubas Präsidenten Raul Castro und Venezuelas Staatsoberhaupt Hugo Chávez vor die Kamera.

 

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