Kindsmissbrauch Münchner (45) vergeht sich an 5-Jähriger

Kinderschänder Harald M. (45) versteckt sich einem Aktenordner. Foto: th

Der Angeklagte aus München schmeichelt Müttern mit Kleinkindern. Das Vertrauen ist so groß, dass sie ihm ihre Kinder allein zur Aufsicht überlassen.

 

München - Er kann es einfach nicht lassen: Ein Jahr nach seiner Haftentlassung missbraucht Harald M. (45) erneut Kinder. Vor dem Münchner Landgericht räumt er die Vorwürfe mit kleinen Abweichungen ein: „Es tut mir leid. Ich hoffe, dass die Kinder es irgendwann vergessen.“

Die Mädchen sind gerade mal eineinhalb und fünf Jahre alt. Nur von farbigen Kindern hält er Abstand: „Ich bin kein Rassist. Ich mag es nicht, wenn die Haut dunkel ist.“ Nach seiner Haftentlassung im Oktober 2009 steht er unter Führungsaufsicht und er hat Kontaktverbot zu Minderjährigen.

Um an seine Opfer zu kommen, schmeichelt sich der smarte Autoaufbereiter, der Gebrauchtwagen optisch wieder aufmöbelt, gezielt bei Müttern mit Kleinkindern ein. Im September 2010 lernt er die zweifache Mutter Gabi W. (34, Name geändert) aus dem Landkreis Weilheim-Schongau kennen.

Das Vertrauen ist so groß, dass sie ihm ihre beiden Töchter (5 und 7 Jahre) über Stunden allein zur Aufsicht anvertraut. Fixiert ist Harald M. aber nur auf das jüngere Mädchen. Unbemerkt fotografiert er ab Februar 2011 die kleine Anna (5, Name geändert) nackt. Sie muss vor ihm posieren.

Er soll sie auch mit einem Vibrator gestreichelt haben. Dabei versperrt er die Kinderzimmertür mit einer Couch. Anfang 2012 bricht er den Kontakt zu Gabi W. ab. Es gibt Zoff mit ihrem Freund: „Er hat mich geschlagen, weil er dachte, dass ich auf Gabi stehe.“

Harald M. gesteht auch, dass er sich an einem eineinhalb Jahre alten Mädchen vergangen habe: „Ich kam aus der Sache nicht raus, es wurde immer schlimmer.“ Im März 2013 klicken die Handschellen. Die Polizei spürt ihn über das Internet auf, weil er dort Kinderpornos tauscht. Am 10. April soll das Urteil fallen.

 

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