Kinderstar-Falle "Justin - Allein zu Haus": Bieber bald wie Macaulay Culkin?

Justin Bieber bei einem seiner Konzerte Foto: Robb Cohen/Invision/AP

Party-Sucht, Drogen-Eskapaden, Gesetzesverstöße und mehr... die Liste der Vergehen ehemaliger Kinderstars ist lang. Auch Justin Bieber scheint in dieses Absturz-Schema zu passen, zumindest weist er verblüffende Ähnlichkeiten mit "Kevin - Allein zu Haus"-Darsteller Macaulay Culkin auf.

 

Toronto - Viele Kinderstars wissen sich als Teenager oder junger Erwachsener nicht zu helfen. Oft verfallen sie dem Drogenkonsum; haben Probleme mit dem Gesetz. Auch Justin Bieber (19, "Believe") scheint einen ähnlichen Weg eingeschlagen zu haben, macht er doch in den letzten Monaten nur noch mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam, statt mit seiner Musik. Sein Leben weist erstaunliche Parallelen mit Ex-Kinderstar Macaulay Culkin (33, "Party Monster") auf, der Anfang der 1990er Jahre als Lausbub Kevin weltberühmt wurde.

Justin Bieber steht im Rampenlicht, egal ob auf der Bühne oder in der Öffentlichkeit. Doch das kann sich schnell ändern, wie Culkins Karriere beweist. Praktisch über Nacht wurde der Schauspieler zum Weltstar und strich Medienberichten zufolge in den 90er Jahren Traumgagen von bis zu acht Millionen Dollar pro Film ein. Im Teenager-Alter änderte sich dies jedoch schlagartig: Culkins Streifen floppten und der junge Darsteller verschwand von der Bildfläche.

Bis heute konnte Culkin keinen seiner Erfolge wiederholen und erscheint nur noch selten in den Medien. Und wenn doch, dann sind es meist eher unschöne Geschichten, die Reporter über Culkin zu berichten wissen. Auch Biebers Karriere scheint ins Stocken geraten zu sein. Justins Konzertdokumentation "Believe" blieb im vergangenen Dezember weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück.

Sowohl Bieber als auch Culkin sind zudem bekannt dafür, nicht immer ganz zimperlich mit anderen Menschen umzugehen. Die "Daily Mail" berichtete vor gut einem Jahr, wie Macaulay nach dem Besuch eines englischen Nachtclubs auf einen Fotografen losgegangen und diesen mit Worten wie "geh zur Hölle" beschimpft haben soll. Justin und sein Vater Jeremy Bieber seien Medienberichten zufolge im Februar gegenüber einer Stewardess dermaßen ausfallend geworden, dass der Flugkapitän diese dazu beorderte in Nähe des Cockpits zu bleiben, um weitere verbale Übergriffe zu vermeiden.

Bereits als Teenager fing Culkin an, mit Drogen zu experimentieren und wurde schließlich 2004 zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Selbst von einer Heroinabhängigkeit war gerüchteweise die Rede. Bis heute soll sich der "Kevin - Allein zu Haus"-Darsteller, wenn es um etwaige Stoffe geht, nicht komplett im Griff zu haben. Ganz so weit ist Justin Bieber zwar noch nicht in seiner Drogenkarriere vorangeschritten, doch auch er scheint auf dem besten Weg zu sein, abzustürzen. Immer wieder gibt es Medienberichte über den Cannabiskonsum von Bieber. Erschreckender jedoch: die angebliche Hustensaft-Abhängigkeit des Sängers.

Etwa seit Beginn des Jahres 2014 wird Justin Bieber immer wieder mit dem verschreibungspflichtigen Hustensaft "Prometh with Codeine" in Verbindung gebracht. Das Medikament enthält Codein - ein Opiat, das weltweit häufig als Ersatzmittel für Heroinsüchtige auf Entzug verwendet wird - und Promethazin. Der Hustensaft wird meist in Verbindung mit Limonade und zerkleinerten Bonbons zu sogenanntem "Purple drank" oder auch "Sizzurp" vermischt - einer angesagten Partydroge.

Im April hatte das amerikanische "Life & Style"-Magazin sogar berichtet, dass Bieber fünf Monate zuvor eine Überdosis des Getränks zu sich genommen habe und danach kollabiert wäre. "Seine Freunde mussten ihn in kaltes Wasser tauchen, um ihn wieder auf die Beine zu bekommen. Dann brachten sie ihn dazu, sich zu übergeben", erzählte ein nicht näher benannter Insider dem Magazin. Bleibt nur zu hoffen, dass beide Stars ihre Sucht - und ihre Manieren - möglichst bald in den Griff bekommen.

 

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